Hätten Sie es gewusst?

Wer entscheidet über die Abtreibung?

Fra­ge: Unse­re 17-jäh­ri­ge Toch­ter Anna ist schwan­ger! Sie hat noch kei­ne abge­schlos­se­ne Aus­bil­dung und ist finan­zi­ell von uns abhän­gig. Die Bezie­hung zum mut­mass­li­chen Vater ist bereits wie­der zer­bro­chen. Wir wol­len, dass sie abtreibt. Anna wei­gert sich. Was kön­nen wir tun?

Ant­wort: Der Schwan­ger­schafts­ab­bruch ist straf­los, wenn er in den ersten zwölf Wochen nach Beginn der letz­ten Peri­ode erfolgt. Der Arzt oder die Ärz­tin muss mit der Schwan­ge­ren ein vor­gän­gi­ges Bera­tungs­ge­spräch füh­ren und sie über die gesund­heit­li­chen Risi­ken des Ein­griffs infor­mie­ren. Ein Schwan­ger­schafts­ab­bruch kann aber auch nach der zwölf­ten Woche noch legal sein. Näm­lich dann, wenn durch ihn eine schwer­wie­gen­de kör­per­li­che Schä­di­gung (bspw. Schwan­ger­schafts­ver­gif­tung) oder eine schwe­re see­li­sche Not­la­ge (die Frau wur­de Opfer einer Ver­ge­wal­ti­gung oder ist an einer Depres­si­on erkrankt) abge­wen­det wer­den kann. Je wei­ter fort­ge­schrit­ten die Schwan­ger­schaft ist, desto grös­ser muss die­se Gefahr für die Frau sein. In Ihrem Fall hat Anna die zwölf­te Schwan­ger­schafts­wo­che noch nicht über­schrit­ten, eine Abtrei­bung wäre des­halb straf­los mög­lich. Obwohl Anna noch nicht voll­jäh­rig ist, ist sie den­noch urteils­fä­hig. Sie als Schwan­ge­re ent­schei­det des­halb ganz allein, ob an ihrem Kör­per eine Abtrei­bung vor­ge­nom­men wer­den soll oder nicht. Auch wenn Sie und Ihr Mann eine Abtrei­bung für die bes­se­re Ent­schei­dung hal­ten, darf der Arzt ohne Ein­wil­li­gung von Anna kei­ne Abtrei­bung vor­neh­men. Für Sie als Eltern ist es emp­feh­lens­wert, Ihrer Toch­ter den Raum zu geben, damit sie sich in aller Ruhe selbst ent­schei­den kann. Schliess­lich muss Anna mit den Kon­se­quen­zen der getrof­fe­nen Ent­schei­dung leben – egal wie die­se aus­fällt. In solch schwe­ren Situa­tio­nen bie­ten auch Fami­li­en­pla­nungs­stel­len kosten­lo­se Unter­stüt­zung an.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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