Hätten Sie es gewusst?

Wer bekommt mein Kind?

Fra­ge: Ich lebe mit mei­nem Kon­ku­bi­nats­part­ner zusam­men, mit dem ich eine gemein­sa­me sie­ben­jäh­ri­ge Toch­ter habe. Ich habe das allei­ni­ge Sor­ge­recht, da wir nicht ver­hei­ra­tet sind, aber er hat die Vater­schaft aner­kannt. Was geschieht mit unse­rer Toch­ter, wenn mir etwas zustösst? Kommt sie dann auto­ma­tisch zu mei­nem Partner?

Ant­wort: Nein. Auch wenn Ihr Part­ner die Vater­schaft aner­kannt hat, ent­schei­det die Kin­des­schutz­be­hör­de, wem sie das Sor­ge­recht über­trägt. Erhält Ihr Part­ner das Sor­ge­recht, bleibt Ihre Toch­ter bei ihm. Wird ein Vor­mund ernannt, kann die­ser über den Auf­ent­halts­ort Ihrer Toch­ter bestim­men. Aus­schlag­ge­bend für die­se Ent­schei­dung ist das Kin­des­wohl Ihrer Toch­ter. In Ihrem Fall ist zu erwar­ten, dass Ihr Part­ner das Sor­ge­recht erhal­ten wird, da er ein wich­ti­ger Teil im Leben Ihrer Toch­ter ist. Um sich recht­lich abzu­si­chern, dass Ihr Part­ner tat­säch­lich das Sor­ge­recht erhal­ten wird, haben Sie die Mög­lich­keit, gemein­sa­me eine Erklä­rung über das gemein­sa­me Sor­ge­recht abzu­ge­ben. Dadurch wird Ihre Toch­ter auto­ma­tisch zu Ihrem Part­ner kom­men, wenn Ihnen etwas zustösst. In der Erklä­rung müs­sen sie bestä­ti­gen, dass sie bereit sind, gemein­sam die Ver­ant­wor­tung für das Kind zu über­neh­men und dass sie sich über die Obhut, die Betreu­ung sowie den Unter­halts­bei­trag für das Kind ver­stän­digt haben. Wei­gert sich Ihr Part­ner, die Erklä­rung abzu­ge­ben, kön­nen Sie die Kin­des­schutz­be­hör­de anru­fen, wel­che dann die gemein­sa­me elter­li­che Sor­ge fest­setzt, sofern das Kin­des­wohl nicht dage­gen spricht. Ihrem Part­ner kommt aber auch ohne Sor­ge­recht das Recht auf Aus­kunft über beson­de­re Ereig­nis­se im Leben sei­ner Toch­ter zu. Dar­un­ter fal­len ärzt­li­che Aus­künf­te oder sol­che von Lehr­per­so­nen. Kein Recht hat er ohne elter­li­ches Sor­ge­recht dage­gen, sein Kind zu ver­tre­ten, wie im Fall einer Operation.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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