Hätten Sie es gewusst?

Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wenden?

Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen noch nicht erfüllt, obwohl Sie bereits die Hälf­te des Dar­le­hens zurück­be­zahlt haben. Mit der Unter­zeich­nung des Kre­dit­ver­trags haben Sie sich als Soli­dar­schuld­ne­rin ver­pflich­tet. Dies bedeu­tet, dass die Bank wäh­len kann, ob sie die Rück­zah­lung des Dar­le­hens von Ihnen oder von Ihrem Ehe­mann ver­lan­gen will. Die Bank kann von Ihnen mit ande­ren Wor­ten ver­lan­gen, dass Sie den gesam­ten Dar­le­hens­be­trag zurück­zah­len. Dies gilt auch dann, wenn Sie mit Ihrem Ehe­mann intern eine ande­re Ver­ein­ba­rung getrof­fen haben. Wenn Sie der Bank mehr bezah­len müs­sen, als Sie intern mit Ihrem Ehe­mann ver­ein­bart haben, kön­nen Sie das zu viel bezahl­te Geld von Ihrem Ehe­mann zurück­ver­lan­gen. Sie kön­nen zwar die Bank bit­ten, den Rest des Dar­le­hens bei Ihrem Ehe­mann ein­zu­for­dern. Soll­te die Bank die­ser Bit­te aber nicht nach­kom­men, emp­fiehlt es sich, den Rest des Dar­le­hens sel­ber zurück­zu­zah­len. Andern­falls wer­den Sie ver­mut­lich zunächst mit einem Mahn­schrei­ben und einer Betrei­bungs­an­dro­hung der Bank kon­fron­tiert. Zah­len Sie trotz­dem nicht, dürf­te die Bank ein Betrei­bungs­ver­fah­ren gegen Sie ein­lei­ten. Dage­gen kön­nen Sie zwar Rechts­vor­schlag erhe­ben, dies bringt Ihnen aber aus­ser einem zeit­li­chen Vor­teil nur zusätz­li­che Kosten und Umtrie­be. Für die Rück­for­de­rung des zu viel bezahl­ten Gel­des müs­sen Sie sich anschlies­send an Ihren Ehe­mann wenden.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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