Hätten Sie es gewusst?

Gekündigt und bestraft

Fra­ge: Ich hat­te von Beginn an kein gutes Arbeits­ver­hält­nis zu mei­nem Chef. Ich geriet immer mal wie­der mit ihm anein­an­der. Vor 3 Wochen erhielt ich mei­ne Kün­di­gung. Dar­in stand, ich wer­de ent­las­sen, weil ich mei­nen ver­trag­li­chen Pflich­ten nicht genü­gend nach­ge­kom­men sei. Als ich mich bei der Arbeits­lo­sen­kas­se gemel­det habe, wur­de mir mit­ge­teilt, dass mir wäh­rend 31 »Ein­stell­ta­gen« kein Geld aus­be­zahlt wird. Kann mir die Arbeits­lo­sen­kas­se das Geld tat­säch­lich verweigern?

Ant­wort: Ja. Wenn Sie als Arbeit­neh­mer durch eige­nes Ver­schul­den arbeits­los wer­den, müs­sen Sie mit bis zu maxi­mal 60 soge­nann­ten Ein­stell­ta­gen rech­nen. Für die­sen Zeit­raum wird Ihnen kein Geld aus­be­zahlt. Ein Selbst­ver­schul­den liegt vor, wenn Sie Ihre zumut­ba­re Arbeits­stel­le von sich aus kün­di­gen, ohne dass Ihnen bereits eine neue Stel­le zuge­si­chert war. Aber auch wenn Ihnen Ihr Arbeit­ge­ber gekün­det hat, kann ein Selbst­ver­schul­den vor­lie­gen. Näm­lich dann, wenn Sie Ihrem Arbeit­ge­ber Anlass gege­ben haben, das Arbeits­ver­hält­nis auf­zu­lö­sen. Das ist ins­be­son­de­re dann der Fall, wenn Sie die Pflich­ten aus Ihrem Arbeits­ver­trag ver­letzt haben. Die Anzahl Ein­stell­ta­ge hängt von Ihrem Ver­ge­hen und der Schwe­re Ihres Ver­schul­dens ab. In Ihrem Fall kam die Arbeits­lo­sen­kas­se zum Schluss, dass Sie die Kün­di­gung durch Ihr eige­nes Ver­hal­ten pro­vo­ziert haben und strich Ihnen 31 Arbeits­lo­sen­tag­gel­der. Das ent­spricht einem schwe­ren Ver­schul­den. Ein schwe­res Ver­schul­den ist auch bei einer Selbst­kün­di­gung gege­ben oder wenn Sie eine Ihnen zumut­ba­re Arbeits­stel­le nicht anneh­men. Im Übri­gen kom­men zu Ihren 31 Ein­stell­ta­gen noch 5 wei­te­re War­te­ta­ge hin­zu, wäh­rend denen Sie kein Geld erhal­ten. Sol­che War­te­ta­ge wer­den allen Bezü­gern als eine Art »Selbst­be­halt« auf­er­legt. Bei sehr gerin­gen Ein­kom­men ent­fal­len die War­te­ta­ge, bei hohen Ein­kom­men dau­ert die War­te­frist länger.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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