Hätten Sie es gewusst?

Ein nackter Hintern

Fra­ge: Zwi­schen mir und mei­nem Nach­barn gibt es bereits seit län­ge­rer Zeit immer wie­der Unstim­mig­kei­ten. Jetzt hat er es aber über­trie­ben. Seit Neu­stem steht in sei­nem Gar­ten ein Gar­ten­zwerg, der sei­nen ent­blöss­ten Hin­tern zeigt. Mein Nach­bar hat die­sen genau so aus­ge­rich­tet, dass ich ihn von mei­nem Sitz­platz aus gut sehe. Ich füh­le mich extrem gestört dadurch. Kann ich etwas unter­neh­men, um den Gar­ten­zwerg loszuwerden?

Ant­wort: Ja. Grund­sätz­lich ist die Gar­ten­ge­stal­tung jedem Eigen­tü­mer selbst über­las­sen. Jeder kann sei­nen Gar­ten nach sei­nen Wün­schen deko­rie­ren und ein­rich­ten. Jedoch müs­sen dabei die gel­ten­den Geset­ze beach­tet wer­den. So müs­sen etwa für Pflan­zen gewis­se Min­dest­ab­stän­de zu den Grund­stücks­gren­zen ein­ge­hal­ten wer­den und Bau­ten dür­fen die gesetz­li­che Maxi­mal­hö­he nicht über­schrei­ten. In Ihrem Fall stellt sich die Fra­ge, ob der Gar­ten­zwerg Sie in Ihrer Ehre ver­letzt. Eine sol­che Ehr­ver­let­zung wäre gege­ben, wenn der ent­blöss­te Hin­tern des Gar­ten­zwergs eine Belei­di­gung dar­stellt. Eine Belei­di­gung ist an kei­ne Form gebun­den. Sie kann unter ande­rem durch Wor­te, Gesten oder auch Bil­der gege­ben sein. In der Schweiz gibt es bis­her noch kein Bun­des­ge­richts­ur­teil, das sich mit belei­di­gen­den Gar­ten­zwer­gen aus­ein­an­der­ge­setzt hat. In Deutsch­land jedoch hat ein Amts­ge­richt ent­schie­den, dass Gar­ten­zwer­ge, die dem Nach­barn den ent­blöss­ten Hin­tern ent­ge­gen­strecken, eine Ehr­ver­let­zung dar­stel­len. Es ist anzu­neh­men, dass Schwei­zer Gerich­te die­ser Recht­spre­chung fol­gen. Sie kön­nen daher ver­lan­gen, dass Ihr Nach­bar den Gar­ten­zwerg ent­fernt und falls er sich wei­gert, die Ent­fer­nung gericht­lich durch­set­zen. Kein Besei­ti­gungs­an­spruch haben Sie, wenn Ihr Nach­bar bloss gewöhn­li­che Gar­ten­zwer­ge auf­stellt oder son­sti­ge Ver­schö­ne­run­gen vor­nimmt, die Ihrer Mei­nung nach alles ande­re als geschmack­voll sind.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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