Hätten Sie es gewusst?

Das verlorene Geld?

Fra­ge: Ich bin vor drei Mona­ten umge­zo­gen. Die Miet­kau­ti­on für die neue Woh­nung habe ich schon bezahlt. Da ich die alte Kau­ti­on aber noch immer nicht zurück­be­kom­men habe, wird es bei mir finan­zi­ell lang­sam eng. Wie muss ich vor­ge­hen, um rasch an mein Geld zu kommen?

Ant­wort: Im Miet­ver­trag wird in der Regel ein Miet­zins­de­pot, auch Kau­ti­on genannt, ver­ein­bart. Die­ses darf bei Woh­nun­gen höch­stens drei Monats­mie­ten betra­gen. Das Geld wird auf ein spe­zi­el­les Kon­to bei der Bank ein­be­zahlt, auf wel­ches der Ver­mie­ter ohne die Zustim­mung des Mie­ters nicht zugrei­fen kann. Eine Bar­be­zah­lung oder Über­wei­sung auf das pri­va­te Kon­to des Ver­mie­ters darf und soll­te der Mie­ter ableh­nen. Die Miet­kau­ti­on dient dem Ver­mie­ter als Sicher­heit für offe­ne For­de­run­gen wie bei­spiels­wei­se nicht bezahl­te Miet­zin­se, offe­ne Neben­ko­sten oder durch den Mie­ter ver­ur­sach­te Schä­den an der Woh­nung. Nach der Woh­nungs­ab­ga­be muss der Ver­mie­ter eine Schluss­ab­rech­nung erstel­len. Wenn Sie als Mie­ter kei­ne Schä­den oder offe­ne Miet­zin­sen hin­ter­las­sen, soll­te der Ver­mie­ter die Abrech­nung umge­hend machen. Repa­ra­tu­ren soll­ten in der Regel innert drei Mona­ten aus­ge­führt und in der Schluss­rech­nung auf­ge­führt wer­den. In Ihrem Fall liegt Ihr Aus­zug schon drei Mona­te zurück. Schä­den oder offe­ne For­de­run­gen gab es kei­ne. Am besten for­dern Sie den Ver­mie­ter per ein­ge­schrie­be­nem Brief dazu auf, Ihnen das Depot frei­zu­ge­ben. Tut er dies nicht, kön­nen Sie ein Ver­fah­ren vor der Schlich­tungs­be­hör­de ein­lei­ten. Die­se lädt dann bei­de Par­tei­en zu einer münd­li­chen Ver­hand­lung ein. Das Ver­fah­ren ist kosten­los. Gut zu wis­sen: Wenn seit Been­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses ein Jahr ver­stri­chen ist, kann man sich direkt an die Bank wen­den. Sofern Ihr Ver­mie­ter kei­ne recht­li­chen Schrit­te gegen Sie ein­ge­lei­tet hat, muss die Bank Ihnen das Depot auszahlen.

Glänzen Sie mit spannendem Alltagswissen

Wir senden Ihnen verständliche Antworten auf die beliebtesten Alltagsfragen kostenlos und direkt in Ihr Postfach. Der Versand erfolgt 2- bis 3-mal jährlich.

Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

Weiterlesen »

Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

Weiterlesen »
Scroll to Top