Hätten Sie es gewusst?

Bissiger Hund

Fra­ge: Wäh­rend mei­ne Freun­din mit mei­nem Hund spa­zie­ren war, hat die­ser plötz­lich einen Spa­zier­gän­ger gebis­sen. Jetzt soll ich die Arzt­rech­nung von 320 Fran­ken bezah­len. Ich bin aber der Mei­nung, dass ich die Rech­nung nicht bezah­len muss, da mei­ne Freun­din mit dem Hund unter­wegs war. Stimmt das?

Ant­wort: Nein. Laut Gesetz haf­tet der Hal­ter für den Scha­den, den sein Tier anrich­tet. Hal­ter ist, wer zum Zeit­punkt des Scha­dens das Ver­hal­ten des Tie­res kon­trol­lie­ren kann. Damit der Hal­ter scha­den­er­satz­pflich­tig wird, muss — wie in Ihrem Fall — ein Scha­den ein­ge­tre­ten sein, der durch das Ver­hal­ten des Hun­des ent­stan­den ist. Dabei muss das Ver­hal­ten ″tier­spe­zi­fisch″ sein. Dies bedeu­tet, dass das Tier aus eige­nem Antrieb gehan­delt hat. Dies war bei Ihnen der Fall, ein Hun­de­biss stellt ein sol­ches tier­spe­zi­fi­sches Ver­hal­ten dar. Nicht vor­aus­ge­setzt ist dem­ge­gen­über ein Ver­schul­den des Hal­ters. Der Gesetz­ge­ber geht näm­lich davon aus, dass Tie­re eine gene­rel­le Gefahr dar­stel­len. Des­halb reicht die Eigen­schaft als Hal­ter aus, um scha­den­er­satz­pflich­tig zu wer­den. Es besteht aller­dings die Mög­lich­keit des Ent­la­stungs­be­wei­ses. Kann der Hal­ter nach­wei­sen, dass er alles in sei­ner Macht Ste­hen­de getan hat, um den Scha­den abzu­wen­den, ent­fällt die Haf­tung. In Ihrem Fall waren nicht Sie, son­dern Ihre Freun­din mit dem Hund unter­wegs. Trotz­dem sind Sie für den Hun­de­biss ver­ant­wort­lich. Ihre Freun­din hat bloss weni­ge Stun­den auf den Hund auf­ge­passt. Das genügt aber nicht, damit sie als Hal­te­rin des Hun­des ange­se­hen wird. Von Ihrer Freun­din kann nicht ver­langt wer­den, dass sie in der Lage ist, das Ver­hal­ten Ihres Hun­des zu kon­trol­lie­ren, da sie des­sen Cha­rak­ter nicht kann­te. Sie wird des­halb bloss als soge­nann­te Hilfs­per­son betrach­tet, für deren Ver­hal­ten Sie ver­ant­wort­lich bleiben.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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