Hätten Sie es gewusst?

Besuchsrecht für den Hund?

Fra­ge: Mein Mann und ich las­sen uns schei­den. Wäh­rend unse­rer Ehe haben wir uns gemein­sam einen Hund zuge­legt. Da mein Mann voll berufs­tä­tig ist, habe ich mich vor allem um den Hund geküm­mert. Das möch­te ich auch nach der Schei­dung wei­ter tun. Wer bekommt nach der Schei­dung den Hund und hat der ande­re Ehe­gat­te ein Besuchsrecht?

Ant­wort: Um ent­schie­den zu kön­nen, wer den Hund nach der Schei­dung behal­ten darf, muss zuerst geklärt wer­den, wer der Eigen­tü­mer des Hun­des ist. Hat bei­spiels­wei­se ein Ehe­part­ner den Hund in die Ehe ein­ge­bracht, ist er des­sen Allein­ei­gen­tü­mer. In die­sem Fall wird ihm bei der Schei­dung das Tier zuge­spro­chen. Wur­de der Hund jedoch wäh­rend der Ehe ange­schafft, muss bewie­sen wer­den, wer Eigen­tü­mer ist. Gelingt dies kei­nem Ehe­gat­ten, wird von Geset­zes wegen Mit­ei­gen­tum der bei­den Ehe­part­ner ver­mu­tet. In die­sem Fall wird das Gericht den Hund jener Par­tei zutei­len, die dem Tier eine bes­se­re Unter­brin­gung und Ver­sor­gung gewäh­ren kann. In Ihrem Fall wären das Sie, da Sie sich vor­wie­gend um den Hund geküm­mert haben. Sind bei der Schei­dung auch Kin­der betrof­fen, kann es sein, dass das Tier dem­je­ni­gen Ehe­part­ner zuge­teilt wird, der eigent­lich weni­ger geeig­net ist für die Tier­be­treu­ung, jedoch mit den Kin­dern zusam­men­lebt. Oft­mals ist die emo­tio­na­le Bin­dung zwi­schen Kind und Tier sehr eng und soll­te zum Wohl des Kin­des nicht aus­ein­an­der­ge­ris­sen wer­den. Der Ehe­part­ner, der das Tier nicht erhält, hat Anspruch auf eine ange­mes­se­ne Ent­schä­di­gung. Ein all­fäl­li­ges Besuchs­recht kann im Rah­men einer Schei­dungs­kon­ven­ti­on ver­ein­bart wer­den kann. Gelingt kei­ne Eini­gung, soll gemäss der in der Leh­re ver­tre­te­nen Ansicht der ande­ren Par­tei – wenig­stens wäh­rend einer gewis­sen Zeit – ange­sichts der emo­tio­na­len Bin­dun­gen zum Tier ein Besuchs­recht ein­ge­räumt werden.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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