Zusammengefasst
extra für Sie

Die Wirkungen der Ehe

Die Ehe ist ein Band fürs Leben. Die mit ihr ein­her­ge­hen­den Wir­kun­gen sind daher weitreichend.

Die eheliche Gemeinschaft

Durch die Trau­ung wer­den die Ehe­gat­ten zur ehe­li­chen Gemein­schaft ver­bun­den. Sie ver­pflich­ten sich gegen­sei­tig, das Wohl der Gemein­schaft in ein­träch­ti­gem Zusam­men­wir­ken zu wah­ren und für die Kin­der gemein­sam zu sor­gen. Sie schul­den ein­an­der Treue und Beistand.

Name

Jeder Ehe­gat­te behält sei­nen Namen. Die Braut­leu­te kön­nen aber gegen­über dem Zivil­stands­be­am­ten erklä­ren, dass sie den Ledi­gna­men der Braut oder des Bräu­ti­gams als gemein­sa­men Fami­li­en­na­men tra­gen wol­len. Behal­ten die Braut­leu­te ihren Namen, so bestim­men sie, wel­chen ihrer Ledi­gna­men ihre Kin­der tra­gen sollen.

Kantons- und Gemeindebürgerrecht

Jeder Ehe­gat­te behält sein Kan­tons- und Gemeindebürgerrecht.

Wohnung

Bei­de Ehe­gat­ten bestim­men gemein­sam die ehe­li­che Woh­nung. Sie kön­nen nur zusam­men eine Miet­woh­nung kün­di­gen. Vom Ver­mie­ter muss bei­den Ehe­gat­ten mit sepa­ra­ter Post gekün­digt wer­den. Wohnt die Fami­lie in einem Eigen­heim, kann die­ses nur in gegen­sei­ti­gem Ein­ver­ständ­nis ver­mie­tet oder ver­kauft wer­den. Wird die Zustim­mung miss­bräuch­lich ver­wei­gert, kann der Rich­ter ange­ru­fen werden.

Unterhalt der Familie

Die Ehe­gat­ten sor­gen gemein­sam für den Unter­haIt der Fami­lie und ver­tei­len die ent­spre­chen­den Auf­ga­ben selbst. Der Ehe­gat­te, der den Haus­halt besorgt, die Kin­der betreut oder dem ande­ren im Geschäft hilft, hat Anspruch auf einen ange­mes­se­nen Geld­be­trag zu sei­ner frei­en Ver­fü­gung.

Sofern ein Ehe­gat­te mehr im Geschäft des ande­ren mit­hilft oder aus sei­nem Ein­kom­men oder Ver­mö­gen mehr bei­trägt, als es für den Unter­halt der Fami­lie not­wen­dig wäre, hat er Anspruch auf eine Ent­schä­di­gung.

Die Ehe­gat­ten kön­nen jeder­zeit von­ein­an­der Aus­kunft über Ver­mö­gen, Schul­den und Ein­kom­men verlangen.

Vertretung

Bei­de Ehe­gat­ten haben die glei­che Ver­tre­tungs­be­fug­nis. Im Rah­men der Schlüs­sel­ge­walt (all­täg­li­che Bedürf­nis­se wie z. B. Kauf von Lebens­mit­teln) kann jeder allei­ne die ehe­li­che Gemein­schaft ver­tre­ten. Bei dar­über hin­aus gehen­den Geschäf­ten kann jeder nur mit Ermäch­ti­gung des ande­ren oder in Not­fäl­len allei­ne han­deln. Wenn ein Ehe­gat­te sei­ne Ver­te­tungs­be­fug­nis über­schrei­tet, haf­tet er aus­schliess­lich mit sei­nem eige­nen Ver­mö­gen. Bei Han­deln inner­halb der Ver­tre­tungs­be­fug­nis haf­ten bei­de Ehe­gat­ten solidarisch.

Scroll to Top