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Die Trennung

Bei einer Tren­nung muss — im Gegen­satz zur Schei­dung — nicht zwin­gend ein Anwalt oder das Gericht ein­ge­schal­tet werden.

Allgemeines zur Trennung

Bei Schwie­rig­kei­ten in der Ehe hel­fen Ehe- und Fami­li­en­be­ra­tungs­stel­len, die von den Kan­to­nen ein­ge­rich­tet wer­den. Es steht den Ehe­gat­ten frei, sich ein­zeln oder gemein­sam an die­se zu wenden.

Bei Unei­nig­keit in einer wich­ti­gen Fami­li­en­an­ge­le­gen­heit oder Pflicht­ver­ges­sen­heit eines Ehe­gat­ten kön­nen die Ehe­part­ner ein­zeln oder zusam­men den Ehe­schutz­rich­ter um Hil­fe ange­hen. Der Ehe­schutz­rich­ter kann fol­gen­de Mass­nah­men treffen:

  • Ermah­nung an die ehe­li­chen Pflichten
  • Ver­söh­nungs­ver­such
  • Im Ein­ver­ständ­nis der Ehe­gat­ten Sach­ver­stän­di­ge beiziehen
  • Ehe­gat­ten im Sin­ne einer Emp­feh­lung an Ehe- oder Fami­li­en­be­ra­tungs­stel­le weisen
  • Im Gesetz vor­ge­se­he­ne Mass­nah­men tref­fen (Rege­lung der Ver­tre­tungs­be­fug­nis­se, Aus­kunfts­er­tei­lung über Ver­mö­gen und Ein­kom­men, Fest­le­gung des Bei­trags zur frei­en Ver­fü­gung, usw.)
  • Sind die Schwie­rig­kei­ten zu gross, kann jeder Ehe­gat­te den gemein­sa­men Haus­halt auf­he­ben. Er kann den Ehe­schutz­rich­ter anru­fen und ver­lan­gen, dass die­ser die für das Getrennt­le­ben not­wen­di­gen Fra­gen regelt. Dies sind ins­be­son­de­re Zutei­lung der Obhut über die Kin­der, Zuwei­sung der ehe­li­chen Woh­nung sowie Fest­le­gung der Unterhaltsbeiträge.

Bemessung der Unterhaltsbeiträge bei Trennung

Für die Bemes­sung von Unter­halts­bei­trä­gen wird sowohl bei einer Tren­nung als auch bei einer Schei­dung die Metho­de des betrei­bungs­recht­li­chen Exi­stenz­mi­ni­mums mit Über­schuss­ver­tei­lung angewandt.

Die­se Metho­de beruht auf der Gegen­über­stel­lung des (in guten Treu­en erziel­ba­ren) Ein­kom­mens und des (in der Regel um gewis­se Beträ­ge wie Steu­ern und all­fäl­li­ge Vor­sor­ge­be­dürf­nis­se erwei­ter­ten) betrei­bungs­recht­li­chen Exi­stenz­mi­ni­mums bei­der Ehe­gat­ten. Ein Über­schuss wird auf die Betei­lig­ten ver­teilt. Bei kin­der­lo­sen Ehe­part­nern erfolgt die Auf­tei­lung im Ver­hält­nis 1:1. Sind gemein­sa­me Kin­der vor­han­den, erhält der kin­der­be­treu­en­de Eltern­teil ent­spre­chend mehr. Es wird in der Regel nach soge­nannt gros­sen Köp­fen (Eltern je 2 Tei­le) und klei­nen Köp­fen (Kin­der je 1 Teil) aufgeteilt.

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