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Die Eheschliessung

Die Ehe­schlies­sung wird auch Hoch­zeit, Hei­rat, Ver­mäh­lung oder Trau­ung genannt. In der Schweiz fin­den pro Tag knapp 100 Hei­ra­ten statt. Vor zehn Jah­ren war die­se Anzahl um 14% grösser.

Das Verlöbnis

Die Ver­lo­bung ist das Ver­spre­chen der Braut­leu­te, ein­an­der zu hei­ra­ten. Sie ist ein form­frei­er Ver­trag. Aus der Ver­lo­bung ent­steht kein Anspruch auf Ein­ge­hung der Ehe. Mit Aus­nah­me der gewöhn­li­chen Gele­gen­heits­ge­schen­ke kön­nen die Ver­lob­ten Geschen­ke, die sie ein­an­der gemacht haben, bei Auf­lö­sung der Ver­lo­bung zurück­for­dern. Zudem kann der­je­ni­ge Ver­lob­te, wel­cher im Hin­blick auf die Ehe­schlies­sung in guten Treu­en Ver­an­stal­tun­gen (z. B. Auf­ga­be der Arbeits­stel­le) getrof­fen hat, vom andern einen ange­mes­se­nen Bei­trag ver­lan­gen. Die­se Ansprü­che ver­jäh­ren mit Ablauf eines Jah­res nach der Auf­lö­sung der Verlobung.

Die Voraussetzungen

Um die Ehe ein­ge­hen zu kön­nen, müs­sen die Braut­leu­te das 18. Alters­jahr zurück­ge­legt haben und urteils­fä­hig sein. Die Ehe­schlies­sung ist in fol­gen­den Fäl­len verboten:

  • zwi­schen Ver­wand­ten in gera­der Linie sowie zwi­schen Geschwi­stern oder Halbgeschwistern
  • bei bestehen­der Ehe

Das Verfahren

Die Ver­lob­ten stel­len das Gesuch um Durch­füh­rung des Vor­be­rei­tungs­ver­fah­rens beim Zivil­stands­amt des Wohn­or­tes der Braut oder des Bräu­ti­gams. Nach Prü­fung des Gesuchs durch das Zivil­stan­des­amt erhal­ten die Braut­leu­te die Ermäch­ti­gung zur Trau­ung. Die­se kann anschlies­send innert 3 Mona­ten auf einem belie­bi­gen Zivil­stands­amt voll­zo­gen werden.

Die Ungültigkeit einer geschlossenen Ehe

Eine gül­tig geschlos­se­ne Ehe kann an einem Man­gel lei­den. Die­ser muss gericht­lich gel­tend gemacht wer­den, wor­auf der Rich­ter die Ungül­tig­keit der Ehe aus­spricht. Je nach Man­gel der Ehe spricht man von unbe­fri­ste­ter Ungül­tig­keit (Kla­ge kann jeder­zeit ein­ge­reicht wer­den) oder befri­ste­ter Ungül­tig­keit (Kla­ge­frist von 6 Mona­ten ab Kennt­nis, läng­stens bis 5 Jah­re nach Heirat).

Unbefristete Ungültigkeit

Ein sol­cher Ungül­tig­keits­grund liegt vor, wenn einer der Ehe­gat­ten dau­ernd urteils­un­fä­hig ist, nicht aus frei­em Wil­len gehei­ra­tet hat oder bei ver­bo­te­ner Hei­rat (sie­he oben).

Befristete Ungültigkeit

Die­ser Ungül­tig­keits­grund ist bei fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen gegeben:

  • Ein Ehe­gat­te war bei der Trau­ung aus einem vor­über­ge­hen­den Grund nicht urteilsfähig.
  • Ein Ehe­gat­te hat sich aus Irr­tum trau­en las­sen, sei es, dass er die Ehe selbst oder die Trau­ung mit der betref­fen­den Per­son nicht gewollt hat.
  • Ein Ehe­gat­te wur­de über wesent­li­che per­sön­li­che Eigen­schaf­ten des ande­ren absicht­lich getäuscht.

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