Vertragsrecht

Sicherheit durch Erfahrung

Unser Alltag ist geprägt von vertraglichen Beziehungen. Täglich werden Verträge abgeschlossen, wie beispielsweise beim Einkauf im Supermarkt, beim Erteilen von Reparaturaufträgen an Handwerker oder beim Ausleihen von Geld an einen Bekannten.

Das Vertragsrecht regelt diese vertraglichen Beziehungen und die daraus für den Einzelnen entstehenden Rechte und Pflichten. Nebst anderem spielen insbesondere der Kauf-, der Miet- und der Arbeitsvertrag sowie das Baurecht eine wichtige Rolle.

Das Gesetz kennt – mit wenigen Ausnahmen – keine Formvorschriften für den Abschluss eines Vertrags. Dementsprechend sind die meisten Verträge wie z. B. der Miet-, der Arbeitsvertrag oder der Auftrag mündlich gültig. Ausnahmen bilden u. a. der Kaufvertrag von Grundstücken oder die Bürgschaft.

Die ordentliche Verjährugsfrist beträgt 10 Jahre. Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen, welche diese Frist abändern. So verjähren beispielsweise mit Ablauf von 5 Jahren die Forderungen:

  • Für Miet-, Pacht- und Kapitalzinse sowie für andere periodische Leistungen
  • Aus Lieferung von Lebensmitteln, für Beköstigung und für Wirtsschulden
  • Aus Handwerksarbeit, Kleinverkauf von Waren, ärztlicher Besorgung, Berufsarbeiten von Anwälten, Rechtsagenten, Prokuratoren und Notaren sowie aus dem Arbeitsverhältnis von Arbeitnehmern

Es ist zwischen Geldforderungen und sonstigen Forderungen (Lieferung eines Gegenstands, Verrichten von Arbeiten, usw.) zu unterscheiden.

Bei Geldforderungen können Sie eine Betreibung einleiten. Dies machen Sie mit dem sogenannten Betreibungsbegehren. Erhebt der Schuldner keinen Rechtsvorschlag (oder wird ein solcher im Rechtsöffnungsverfahren beseitigt), wird das Vermögen des Schuldners durch das Betreibungs- resp. Konkursamt soweit erforderlich veräussert und Ihre Forderung mit dem Erlös beglichen. Hat der Schuldner kein ausreichendes Vermögen, erhalten Sie einen Verlustschein.

Bei den anderen Forderungen müssen Sie den normalen Klageweg beschreiten. Mit Ausnahme von Handelsstreitigkeiten zwischen zwei Firmen muss zunächst ein Schlichtungsgesuch beim Friedensrichter eingereicht werden.

Dies hängt vom jeweiligen Streitwert ab. Die im Aargau anwendbaren Tarife sind der Anwaltstarif sowie das Verfahrenskostendekret. Bei reinen Beratungsmandaten beträgt der durchschnittliche Stundenansatz 280 Franken (zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer). Zu Beginn des Mandats werden wir Sie über die in Ihrem Fall zu erwartenden Kosten informieren.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Zusammenfassungen.

Ihr nächster Schritt:

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