Hätten Sie es gewusst?

Zu viel bezahlt

Fra­ge: Mei­ne Frau und ich haben unser Bade­zim­mer reno­viert. Unter ande­rem haben wir eine neue Dusche ein­bau­en las­sen. Bereits nach der ersten Benut­zung haben wir fest­ge­stellt, dass die Dusch­tür undicht ist. Wir haben den Man­gel umge­hend dem Hand­wer­ker mit­ge­teilt, wor­auf die­ser die undich­te Stel­le repa­rier­te. Dar­auf­hin schick­te er uns eine Rech­nung für die Repa­ra­tur, wel­che ich bezahl­te. Jetzt habe ich aber von einem Freund erfah­ren, dass ich die Rech­nung gar nicht hät­te bezah­len müs­sen. Stimmt das?

Ant­wort: Ja. Indem Sie den Hand­wer­ker beauf­tragt haben, Ihre Dusche zu mon­tie­ren, haben Sie mit ihm einen Werk­ver­trag abge­schlos­sen. Der Hand­wer­ker ver­pflich­tet sich dadurch nicht nur zu einem blos­sen Tätig­wer­den, son­dern er schul­det Ihnen einen bestimm­ten Arbeits­er­folg; in Ihrem Fall eine funk­ti­ons­fä­hi­ge Dusche. Wur­de der Werk­ver­trag man­gel­haft aus­ge­führt, haben Sie ver­schie­de­ne Män­gel­rech­te. Sie kön­nen eine Preis­min­de­rung ver­lan­gen, den Ver­trag mit­tels Wan­de­lung auf­lö­sen oder wie Sie eine Nach­bes­se­rung ver­lan­gen. Die Nach­bes­se­rung kann bloss ver­langt wer­den, wenn dadurch kei­ne über­mäs­si­gen Kosten ver­ur­sacht wer­den. Der Hand­wer­ker muss die­se kosten­los vor­neh­men. Die Abdich­tung der Dusch­tür hät­te Ihnen der Hand­wer­ker nicht in Rech­nung stel­len dür­fen. Sie haben die Rech­nung jedoch bereits bezahlt. Das Gesetz sieht vor, dass Sie eine bereits bezahl­te Nicht­schuld zurück­ver­lan­gen kön­nen. Dazu müs­sen Sie sich in einem Irr­tum befun­den haben, als Sie das Geld bezahlt haben. Im Zeit­punkt, als Sie die Rech­nung begli­chen haben, waren Sie in dem Glau­ben, der Hand­wer­ker hat­te einen berech­tig­ten Anspruch auf die Ver­gü­tung für die gelei­ste­te Nach­bes­se­rungs­ar­beit und zwei­fel­ten zu kei­ner Zeit an des­sen Rech­nung. Aus die­sem Grund kön­nen Sie den bereits bezahl­ten Betrag für die Nach­bes­se­rung vom Hand­wer­ker zurückverlangen.

Glänzen Sie mit spannendem Alltagswissen

Wir senden Ihnen verständliche Antworten auf die beliebtesten Alltagsfragen kostenlos und direkt in Ihr Postfach. Der Versand erfolgt 2- bis 3-mal jährlich.

Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

Weiterlesen »

Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

Weiterlesen »
Scroll to Top