Hätten Sie es gewusst?

Wer bremst, verliert?

Fra­ge: Ich war mit dem Auto unter­wegs, als das Auto hin­ter mir ziem­lich nahe auf­ge­fah­ren ist. Ich tipp­te kurz auf die Brem­se, um die Brems­lich­ter auf­leuch­ten zu las­sen, wor­auf­hin das hin­te­re Auto mehr Abstand nahm. Als ich den Vor­fall mei­ner Frau erzäh­le, mein­te die­se, dass das ver­bo­ten sei. Stimmt das, habe ich mich straf­bar gemacht?

Ant­wort: Nein. Laut Gesetz ist das abrup­te Brem­sen oder gar Anhal­ten nur im Not­fall erlaubt oder wenn kein Fahr­zeug folgt. Ein Not­fall liegt vor, wenn wegen eines plötz­lich auf­tau­chen­den Hin­der­nis­ses sofort gebremst wer­den muss. Wenn Sie wegen eines Tie­res auf der Fahr­bahn eine Voll­brem­sung machen — selbst wenn es sich um eine Maus han­delt — und es in der Fol­ge zu einem Auf­fahr­un­fall kommt, blei­ben Sie straf­los. Ver­bo­ten hin­ge­gen sind unnö­ti­ge Voll­brem­sun­gen — soge­nann­te Schicka­ne­stopps. Es droht eine Geld­stra­fe oder Frei­heits­stra­fe bis zu 3 Jah­ren und ein Aus­weis­ent­zug von min­de­stens 3 Mona­ten. Auch das blos­se Abbrem­sen, um den nach­fol­gen­den Auto­fah­rer ein­zu­schüch­tern, ist straf­bar. Dies gilt selbst dann, wenn sich die Fahrt dadurch nur wenig ver­lang­samt. Das leich­te Antip­pen des Brems­pe­dals hin­ge­gen ist zuläs­sig. Durch das leich­te Antip­pen der Brem­se wird das Fahr­zeug nicht abge­bremst. Die Geschwin­dig­keit des Fahr­zeugs redu­ziert sich ledig­lich durch die Weg­nah­me des Fus­ses vom Gas­pe­dal, was erlaubt ist. Sie haben nicht gebremst und somit kei­ne Ver­kehrs­re­geln miss­ach­tet. Sie haben sich daher nicht straf­bar gemacht. Kommt es trotz­dem zu einem Auf­fahr­un­fall, hat der hin­ter­her­fah­ren­de Fahr­zeug­len­ker die allei­ni­ge Ver­ant­wor­tung. Er muss einen aus­rei­chen­den Abstand hal­ten, um recht­zei­tig brem­sen zu kön­nen. Den­noch ist davon abzu­ra­ten, da das Auf­leuch­ten der Brems­lich­ter zu einer Kurz­schluss­re­ak­ti­on des Nach­fol­gen­den und dadurch zu einem Unfall füh­ren kann.

Glänzen Sie mit spannendem Alltagswissen

Wir senden Ihnen verständliche Antworten auf die beliebtesten Alltagsfragen kostenlos und direkt in Ihr Postfach. Der Versand erfolgt 2- bis 3-mal jährlich.

Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

Weiterlesen »

Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

Weiterlesen »
Scroll to Top