Hätten Sie es gewusst?

Wer bezahlt die Reparatur?

Fra­ge: In mei­ner Woh­nung funk­tio­nier­te die Abwasch­ma­schi­ne nicht mehr rich­tig. Ich mel­de­te dies mei­ne Ver­mie­ter, der die Maschi­ne von einem Hand­wer­ker repa­rie­ren liess. Eine Woche spä­ter schick­te mir mein Ver­mie­ter die Rech­nung von 120 Fran­ken für die Repa­ra­tur. Er mein­te, ich müs­se für die Kosten auf­kom­men. Stimmt das?

Ant­wort: Nein. Män­gel, die Mie­te­rin­nen und Mie­ter nicht sel­ber ver­schul­det haben, müs­sen grund­sätz­lich vom Ver­mie­ter besei­tigt wer­den. Eine Aus­nah­me stellt nur der soge­nann­te »klei­ne Unter­halt« dar. Das sind Män­gel in der Woh­nung, die der Mie­ter auf eige­ne Kosten besei­ti­gen muss. Unter den »klei­nen Unter­halt« fal­len Arbei­ten, die der Mie­ter mühe­los selbst von Hand repa­rie­ren kann und die kei­ne grös­se­ren Kosten ver­ur­sa­chen. Dazu gehört das Ölen von Schar­nie­ren oder das Anzie­hen einer locke­ren Schrau­be bei einer Steck­do­se. Fühlt sich der Mie­ter nicht in der Lage, die Repa­ra­tur selbst aus­zu­füh­ren und beauf­tragt des­we­gen von sich aus einen Hand­wer­ker, muss er die Kosten den­noch selbst tra­gen. Eben­falls selbst bezahlt wer­den müs­sen Klein­tei­le wie etwa Back­ble­che, Fil­ter beim Dampf­ab­zug oder Dusch­schläu­che. Die Gren­ze der vom Mie­ter zu tra­gen­den Kosten liegt bei rund 150 bis 200 Fran­ken. Repa­ra­tu­ren dar­über hin­aus muss der Ver­mie­ter über­neh­men. Die­se müs­sen dem Ver­mie­ter vor­gän­gig gemel­det wer­den, damit die­ser sie besei­ti­gen kann. Bei einem sol­chen »gewöhn­li­chen Unter­halt« hat der Ver­mie­ter die vol­len Kosten zu tra­gen. Es ist daher unzu­läs­sig, vom Mie­ter einen Selbst­be­halt für sol­che Repa­ra­tur­ko­sten zu ver­lan­gen. Die Repa­ra­tur Ihrer Abwasch­ma­schi­ne gehört nicht mehr zum »klei­nen Unter­halt«. Ihr Ver­mie­ter muss­te näm­lich einen Fach­mann bei­zie­hen, um den Man­gel zu behe­ben. Sie müs­sen die Rech­nung nicht bezah­len und soll­ten sie per Ein­schrei­ben an Ihren Ver­mie­ter zurückschicken.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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