Hätten Sie es gewusst?

Wer bezahlt die gestohlenen Skier?

Fra­ge: Ich war am Wochen­en­de mit mei­ner Fami­lie in den Ber­gen Ski­fah­ren. Als wir am Sams­tag­mor­gen in den Ski­kel­ler des Hotels kamen, bemerk­ten wir, dass die gemie­te­ten Ski­er mei­nes Soh­nes gestoh­len wur­den. Ärger­li­cher­wei­se hat­te ich die Dieb­stahl­ver­si­che­rung abge­lehnt, die mir der Ver­mie­ter ange­bo­ten hat­te. Muss ich die Ski­er jetzt dem Ver­mie­ter aus eige­ner Tasche ersetzen?

Ant­wort: Nein. Sie kön­nen den Dieb­stahl bei ihrer Pri­vat­haft­pflicht mel­den, sofern sie eine haben. Die­se deckt Schä­den, die Sie gegen­über einer Dritt­per­son oder deren Sachen ver­ur­sa­chen. Da die Ski­er dem Ver­mie­ter gehö­ren, ent­steht ein Scha­den gegen­über einer Dritt­per­son. Man­che Ver­si­che­run­gen schlies­sen jedoch gelie­he­ne oder gemie­te­te Objekt von der Ver­si­che­rung aus. Ist der Dieb­stahl nicht abge­deckt, kön­nen sie sich an Ihre Haus­rat­ver­si­che­rung wen­den. Die Grund­deckung schützt Objek­te vor ein­fa­chem Dieb­stahl zu Hau­se. Die Ski­er wur­den Ihnen jedoch im Urlaub gestoh­len. Damit auch ein Schutz im Ski­ur­laub besteht, muss meist eine Zusatz­ver­si­che­rung abge­schlos­sen. Die Ver­si­che­rung bezahlt in die­sem Fall den Neu­wert bzw. den Wie­der­be­schaf­fungs­wert abzüg­lich des Selbst­be­halts. Ist der Scha­den auch nicht durch die Haus­rat­ver­si­che­rung abge­deckt, kön­nen Sie sich den Scha­den vom Hotel erset­zen las­sen. Laut Gesetz ist das Hotel ver­pflich­tet, für ent­wen­de­te Sachen der Gäste auf­zu­kom­men. Sie müs­sen den Scha­den umge­hend dem Hotel anzei­gen, da Sie Ihre Haf­tungs­an­sprü­che sonst ver­lie­ren. Das Hotel haf­tet ohne Ver­schul­den nur bis zu einem Betrag von 1’000 Fran­ken. Das Hotel kann sich von sei­ner Haf­tung im Übri­gen nicht durch das Anbrin­gen eines Schil­des «Jede Haf­tung wird abge­lehnt» befrei­en. Trotz eines sol­chen Schil­des muss Ihnen das Hotel die gestoh­le­nen Ski­er ersetzen.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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