Hätten Sie es gewusst?

Wenn die Polizei mein Auto will

Fra­ge: Letzt­hin fuhr ich mit mei­ner Frau spät abends nach Hau­se. Die Stras­sen waren leer und ich war schnel­ler unter­wegs als erlaubt. Mei­ne Frau mein­te dar­auf­hin, dass ich auf­pas­sen muss, da mir sonst das Auto ein­ge­zo­gen wird, wenn mich die Poli­zei erwischt. Stimmt das?

Ant­wort: Ja. Weni­ger Todes­op­fer und Ver­letz­te auf den Stras­sen. Das ist das Ziel von Via sicu­ra, dem Hand­lungs­pro­gramm für mehr Sicher­heit im Stras­sen­ver­kehr. In die­sem Zusam­men­hang wur­de auch das Raser­de­likt ein­ge­führt. Als Raser gilt, wer die vor­ge­schrie­be­nen Höchst­ge­schwin­dig­kei­ten wie folgt über­schrei­tet: in der Tem­po 30-Zone um 40 km/h, inner­orts (50 km/h) um 50 km/h, aus­ser­orts (80 km/h) um 60 km/h und auf Auto­bah­nen (120 km/h) um 80 km/h.

Bei Raser­de­lik­ten hat der Gesetz­ge­ber das Straf­mass mas­siv ange­ho­ben. Es gilt aktu­ell eine Min­dest­frei­heits­stra­fe von einem Jahr sowie eine Höchst­stra­fe von vier Jah­ren. Zusätz­lich zur Frei­heits­stra­fe wird der Füh­rer­aus­weis für min­de­stens zwei Jah­re ent­zo­gen. Wer innert fünf Jah­ren erneut erwischt wird, dem wird der Aus­weis für immer ent­zo­gen. In beson­de­ren Fäl­len kann der Aus­weis nach 10 Jah­ren aber wie­dererteilt wer­den. Neben dem Füh­rer­aus­weis­ent­zug droht auch die Ein­zie­hung und Ver­wer­tung des Raser­au­tos durch das Straf­ge­richt. Das Par­la­ment hat zwar eine Locke­rung des Raser­de­likts beschlos­sen, unter ande­rem soll die Min­dest­dau­er des Füh­rer­aus­weis­ent­zugs auf ein Jahr gesenkt wer­den. Die Stif­tung für Ver­kehrs­si­cher­heit Road­Cross wehrt sich aber gegen die­se Locke­rung. Sie beab­sich­tigt, mit einer Initia­ti­ve dage­gen vorzugehen.

Ihre Frau hat also recht, der Staat kann Ihr Auto ein­zie­hen, wenn Sie damit ein Raser­de­likt bege­hen. Dabei muss es sich nicht zwin­gend um Ihr eige­nes Auto han­deln. Ein­ge­zo­gen wer­den kann jedes Auto, mit dem ein Raser­de­likt began­gen wurde.

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Hätten Sie es gewusst?

Das habe ich nicht bestellt

Fra­ge: Vor Kur­zem erhielt ich einen Wer­be­an­ruf einer Fir­ma, die hand­ge­fer­tig­te Gruss­kar­ten ver­kauft. Ich sag­te, dass ich kein Inter­es­se an den Kar­ten hät­te und habe nach kur­zer Zeit auf­ge­legt. Weni­ge Tage spä­ter bekam ich den­noch mit der Post ein klei­nes Packet mit 10 Gruss­kar­ten und einer Rech­nung. Muss ich die Kar­ten bezah­len? Ant­wort: Nein. Am Tele­fon haben Sie klar gesagt, dass Sie kei­ne Gruss­kar­ten kaufen

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Nicht teilgenommen und trotzdem bezahlen?

Fra­ge: Seit mein jüng­stes Kind vor 7 Jah­ren zur Welt gekom­men ist, war ich nicht mehr berufs­tä­tig. Ich habe mich um den Haus­halt und die Erzie­hung der Kin­der geküm­mert. Nun möch­te ich zurück in den Berufs­all­tag. Um mei­ne Chan­cen auf dem Job­markt zu erhö­hen, habe ich mich für eine Wei­ter­bil­dung ein­ge­schrie­ben. Kurz vor Kurs­be­ginn wur­de ich jedoch krank und konn­te nicht teil­neh­men. Die Schu­le verlangt

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