Hätten Sie es gewusst?

Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben?

Ant­wort: Ja. Denn Ihr Bank­be­ra­ter fragt nicht nach, weil er gra­de etwas Abwechs­lung in sei­nem Job braucht und mit Ihnen plau­dern möch­te oder weil er ein beson­de­res Inter­es­se an Ihrem Pri­vat­le­ben hat. Er fragt nach, weil es sei­ne Pflicht ist. Ban­ken müs­sen sich an das Geld­wä­sche­rei­ge­setz hal­ten. Die­ses schreibt vor, dass bei aus­ser­ge­wöhn­li­chen und nicht plau­si­blen Trans­ak­tio­nen klä­ren­de Infor­ma­tio­nen ein­ge­holt wer­den müs­sen. Dies ist der Fall, sobald Kon­to­gut­schrif­ten und ‑bela­stun­gen erheb­lich von den üblich getä­tig­ten Umsät­zen oder Gut­ha­ben des betref­fen­den Kun­den vor­lie­gen. Ab wann eine Trans­ak­ti­on ver­däch­tig ist, hängt vom bis­he­ri­gen Ver­hal­ten und den finan­zi­el­len Ver­hält­nis­sen des Kon­to­in­ha­bers ab. Denn das Gesetz defi­niert kei­ne genau­en Kri­te­ri­en. So kann es sein, dass eine Bank den­sel­ben Betrag abklärt und eine ande­re Bank nicht. Sind die Grün­de für die Zah­lung kom­pli­zier­ter, kann die Bank Ver­trä­ge, Steu­er­erklä­run­gen oder wei­te­re Unter­la­gen ver­lan­gen, wel­che die Zah­lung erklären.

Es emp­fiehlt sich mit der Bank zu koope­rie­ren. Erklä­ren Sie Ihrem Kun­den­be­ra­ter die ent­spre­chen­den Zah­lun­gen. Denn wenn Sie sich wei­gern oder Infor­ma­tio­nen zurück­hal­ten, kann Ihnen Ihre Bank die Geschäfts­be­zie­hung kün­di­gen. Sie wird Ihr Kon­to sper­ren und (ohne Sie dar­über zu infor­mie­ren) eine Mel­dung an die Mel­de­stel­le für Geld­wä­sche­rei tätigen.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn das Kind krank ist

Fra­ge: Letz­te Woche lag mein Kind mit einer schwe­ren Erkäl­tung im Bett. Ich rief mei­nen Arbeit­ge­ber an, um mit­zu­tei­len, dass ich nicht zur Arbeit kom­men kann. Die­ser mein­te, ich kön­ne zu Hau­se blei­ben, wer­de jedoch kei­nen Lohn für die ver­pass­te Arbeits­zeit erhal­ten, da ich in den letz­ten Mona­ten bereits wegen mei­nes kran­ken Kin­des zu Hau­se geblie­ben sei. Stimmt das, erhal­te ich kei­nen Lohn für die

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