Hätten Sie es gewusst?

Weniger Ferien, weil ich krank war?

Fra­ge: Ich war die letz­ten 3 Wochen krank. Die­se Woche erschien ich wie­der im Büro. Mein Chef sag­te mir, dass er mei­nen zukünf­ti­gen Feri­en­an­spruch gestützt auf das Per­so­nal­re­gle­ment kür­zen wird. Nach einer so lan­gen Absenz wäre das gerecht­fer­tigt. Stimmt das, kann mein Chef mei­ne Feri­en kür­zen, weil ich krank war?

Ant­wort: Nein. Laut Gesetz hat der Arbeit­neh­men­de Anspruch auf min­de­stens vier Wochen Feri­en pro Jahr. Der Feri­en­an­spruch kann jedoch unter Umstän­den durch den Arbeit­ge­ber gekürzt wer­den. Eine sol­che Feri­en­kür­zung ist nur bei län­ge­ren Arbeits­ver­hin­de­run­gen erlaubt.

Ist die Arbeits­ver­hin­de­rung durch eige­nes Ver­schul­den des Arbeit­neh­mers ent­stan­den, darf für jeden vol­len Monat der Abwe­sen­heit ein Zwölf­tel des Feri­en­an­spruchs gekürzt wer­den. Trifft den Arbeit­neh­mer kein Ver­schul­den an der Ver­hin­de­rung – wie etwa bei Krank­heit oder Mili­tär – darf der Feri­en­an­spruch für den ersten Monat nicht gekürzt wer­den. Ab dem zwei­ten Monat erfolgt eine Kür­zung für jeden wei­te­ren Monat der Abwe­sen­heit um einen Zwölf­tel der Feri­en. Absen­zen wegen einer Schwan­ger­schaft dür­fen in den ersten zwei Mona­ten nicht gekürzt wer­den. Danach eben­falls für jeden vol­len Monat um einen Zwölf­tel. Kei­ne Kür­zung der Feri­en ist bei Mut­ter­schafts- bzw. Vater­schafts­ur­laub und bei Betreu­ungs­ur­laub für ein schwer kran­kes oder ver­un­fall­tes Kind erlaubt.

In Ihrem Fall han­delt es sich um eine unver­schul­de­te Arbeits­ver­hin­de­rung. Die ent­spre­chen­de gesetz­li­che Rege­lung ist ein­sei­tig zwin­gen­der Natur. Das bedeu­tet, von der Rege­lung kann bloss zugun­sten des Arbeit­neh­mers abge­wi­chen wer­den. Die gegen­tei­li­ge Rege­lung in Ihrem Per­so­nal­re­gle­ment ist ungül­tig. Da Sie bloss drei Wochen krank waren und es sich um Ihre erste Absenz im Büro han­delt, kann Ihr Chef Ihren Feri­en­an­spruch nicht kürzen.

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Hätten Sie es gewusst?

Das habe ich nicht bestellt

Fra­ge: Vor Kur­zem erhielt ich einen Wer­be­an­ruf einer Fir­ma, die hand­ge­fer­tig­te Gruss­kar­ten ver­kauft. Ich sag­te, dass ich kein Inter­es­se an den Kar­ten hät­te und habe nach kur­zer Zeit auf­ge­legt. Weni­ge Tage spä­ter bekam ich den­noch mit der Post ein klei­nes Packet mit 10 Gruss­kar­ten und einer Rech­nung. Muss ich die Kar­ten bezah­len? Ant­wort: Nein. Am Tele­fon haben Sie klar gesagt, dass Sie kei­ne Gruss­kar­ten kaufen

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Nicht teilgenommen und trotzdem bezahlen?

Fra­ge: Seit mein jüng­stes Kind vor 7 Jah­ren zur Welt gekom­men ist, war ich nicht mehr berufs­tä­tig. Ich habe mich um den Haus­halt und die Erzie­hung der Kin­der geküm­mert. Nun möch­te ich zurück in den Berufs­all­tag. Um mei­ne Chan­cen auf dem Job­markt zu erhö­hen, habe ich mich für eine Wei­ter­bil­dung ein­ge­schrie­ben. Kurz vor Kurs­be­ginn wur­de ich jedoch krank und konn­te nicht teil­neh­men. Die Schu­le verlangt

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