Hätten Sie es gewusst?

Trotz Schwangerschaft gekündigt

Fra­ge: Ich habe eine Zusa­ge für eine neue Stel­le erhal­ten mit der Bedin­gung, dass ich per 1. März 2021 anfan­ge. Die Kün­di­gungs­frist bei mei­nem alten Job beträgt laut Ver­trag 3 Mona­te. Aus die­sem Grund habe ich mit mei­nem der­zei­ti­gen Arbeit­ge­ber in einem Auf­he­bungs­ver­trag ver­ein­bart, dass das Arbeits­ver­hält­nis auf den 28. Febru­ar 2021 auf­ge­löst wird. Eine Freun­din meint jetzt, die­ser Ver­trag sei ungül­tig, da ich schwan­ger bin und dadurch zwin­gend eine Sperr­frist besteht. Stimmt das?

Ant­wort: Ja und Nein. Ihre Freun­din hat zwar recht damit, dass eine Sperr­frist besteht, wenn Sie schwan­ger sind. Sol­che Sperr­fri­sten, wie sie bei Schwan­ger­schaft oder Krank­heit bestehen, gel­ten jedoch nicht abso­lut. Sie kön­nen näm­lich im gegen­sei­ti­gen Ein­ver­ständ­nis «umgan­gen» wer­den. Mit einem soge­nann­ten Auf­he­bungs­ver­trag kann das Arbeits­ver­hält­nis auf einen belie­bi­gen Zeit­punkt hin been­det wer­den. Die Gefahr für den Arbeit­neh­mer besteht dabei aller­dings dar­in, dass er auf die ihm zuste­hen­den Schutz­rech­te ver­zich­tet, wie etwa die Lohn­fort­zah­lungs­pflicht bei Krank­heit oder Schwan­ger­schaft. Aus die­sem Grund muss der Auf­he­bungs­ver­trag gleich­wer­ti­ge Vor­tei­le für den Arbeit­ge­ber und den Arbeit­neh­mer bie­ten, um gül­tig zu sein. Die­se Aus­ge­wo­gen­heit der Inter­es­sen ist stark ein­zel­fall­ab­hän­gig. Da Sie Ihre Stel­le durch einen Auf­he­bungs­ver­trag been­det haben, kommt zwar die Sperr­frist wäh­rend der Schwan­ger­schaft nicht mehr zum Tra­gen. Die Ver­trags­auf­lö­sung ist aber auch in Ihrem Inter­es­se, da Sie eine neue Stel­le antre­ten möch­ten. Somit ist der Inter­es­sen­aus­gleich gege­ben und der Auf­he­bungs­ver­trag gül­tig. Gut zu wis­sen: Sperr­fri­sten kom­men nur bei einer Kün­di­gung des Arbeit­ge­bers zur Anwen­dung. Trotz Sperr­frist kann dem­ge­gen­über der Arbeit­neh­mer jeder­zeit selbst kündigen.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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