Hätten Sie es gewusst?

Soll ich das Erbe ausschlagen?

Fra­ge: Mein Mann ist Anfang die­ses Jah­res ver­stor­ben. Sein Nach­lass besteht zum gröss­ten Teil aus Schul­den und ist daher für mich nicht attrak­tiv. Gegen­über der Lebens­ver­si­che­rung hat mich mein Mann als Begün­stig­te bezeich­net. Wenn ich die Erb­schaft nun aus­schla­ge, ver­lie­re ich dann auch die Lebens­ver­si­che­rung? Muss ich die Ver­si­che­rungs­sum­me mit sei­nen pflicht­teils­be­rech­tig­ten Kin­dern aus erster Ehe teilen?

Ant­wort: Nein. Beim Tod einer Per­son fal­len die ver­schie­den­ar­ti­gen Bestand­tei­le, die ihr Ver­mö­gen bil­den (Rech­te und Pflich­ten) nicht aus­ein­an­der. Sie gehen als Gan­zes und als Ein­heit auf die Erben über. Das bedeu­tet, dass die Erben sowohl die Akti­ven als auch die Pas­si­ven erwer­ben. Sie haf­ten dem­entspre­chend auch mit ihrem per­sön­li­chen Ver­mö­gen für die Schul­den des Erb­las­sers. Eine Erb­schaft ist für die Erben somit bloss inter­es­sant, wenn der Nach­lass nicht über­schul­det ist. Da dies bei Ihnen der Fall ist, rate ich Ihnen, die Erb­schaft Ihres Man­nes aus­zu­schla­gen. Nicht von der Aus­schla­gung betrof­fen sind aller­dings die For­de­run­gen aus Lebens­ver­si­che­run­gen. Die­se sind grund­sätz­lich nicht dem Erbrecht und auch nicht dem Pflicht­teils­recht unter­stellt. Ihr Mann hat damals eine Todes­fall­ver­si­che­rung ohne Rück­kaufs­wert abge­schlos­sen. Sie kön­nen daher die über­schul­de­te Erb­schaft aus­schla­gen, ohne dass Sie Ihren Anspruch auf die Ver­si­che­rungs­sum­me ver­lie­ren oder die­se mit den Kin­dern tei­len müs­sen. Eine Aus­nah­me wür­de nur bei einer Poli­ce mit einem soge­nann­ten Rück­kaufs­wert (gemisch­te Lebens­ver­si­che­rung) bestehen. Bei die­sen Ver­si­che­run­gen kön­nen pflicht­teils­be­rech­tig­te Erben für ihre Erb­an­sprü­che auf den Rück­kaufs­wert der Ver­si­che­rung zurück­grei­fen. Nur die ver­blei­ben­de Dif­fe­renz zur aus­be­zahl­ten Ver­si­che­rungs­sum­me fällt den in der Begün­sti­gungs­er­klä­rung genann­ten Per­so­nen zu.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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