Hätten Sie es gewusst?

So weit kommt’s noch!

Fra­ge: In mei­nen Betrieb müs­sen wir zur Oster­zeit Hasen­oh­ren tra­gen. Zudem dro­hen uns neu­er­dings im Dezem­ber die­se komi­schen Samich­laus-Kap­pen sowie ein Schmink­zwang. Das ist doch ein­fach nur pein­lich! Müs­sen wir uns den­noch an die Vor­schrift des Chefs halten?

Ant­wort: Nein. Der Arbeit­ge­ber hat gegen­über sei­nen Ange­stell­ten ein Wei­sungs­recht. Die­se Wei­sun­gen erstrecken sich nicht nur auf die Aus­füh­rung der Arbeit, son­dern kön­nen auch Klei­der­vor­schrif­ten beinhal­ten. Und obwohl sol­che Klei­der­vor­ga­ben einen Ein­griff in das Per­sön­lich­keits­recht bedeu­ten, muss man ins­be­son­de­re in Betrie­ben mit einer spe­zi­el­len Ziel­set­zung stren­ge­re Regeln ertra­gen. So dür­fen Pfle­gen­de bei­spiels­wei­se oft­mals kei­ne sicht­ba­ren Täto­wie­run­gen oder Pier­cings tra­gen und in Gross­ban­ken sind T‑Shirts, rücken­freie Ober­tei­le und Turn­schu­he nicht ger­ne gese­hen. Nicht gefal­len las­sen muss man sich aber sach­lich nicht begründ­ba­re, offen­sicht­lich schi­ka­nö­se oder sexi­sti­sche Wei­sun­gen. So ist es – wie in Ihrem Fall – nicht zuläs­sig, von einer Ver­käu­fe­rin in einer Bäcke­rei zu ver­lan­gen, dass sie zur Oster­zeit einen Haar­reif mit Hasen­oh­ren trägt. Auch ein Schmink­zwang greift zu sehr in Ihre per­sön­li­chen Rech­te ein. Und die von Ihnen erwähn­te Samich­laus-Kap­pe zum 6. Dezem­ber dürf­te eben­falls ein Grenz­fall sein. Suchen Sie am besten das Gespräch und erklä­ren Sie Ihrem Chef, dass Sie sich durch sei­ne Klei­der­vor­schrif­ten dis­kri­mi­niert füh­len und lächer­lich wir­ken kön­nen. Hält der Chef trotz eines Gesprächs an dis­kri­mi­nie­ren­den Klei­der­vor­schrif­ten fest, müs­sen Sie die­se nicht befol­gen. Falls Sie sich jedoch einer berech­tig­ten Wei­sung wider­set­zen, ver­stos­sen Sie gegen Ihre Treue­pflicht als Arbeit­neh­mer und müs­sen mit Kon­se­quen­zen rech­nen. Die­se rei­chen von einer ein­fa­chen Abmah­nung bis hin zur frist­lo­sen Entlassung.

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Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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