Hätten Sie es gewusst?

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – was tun?

Fra­ge: Ein Mit­ar­bei­ter hat vor eini­gen Wochen damit begon­nen, anzüg­li­che Bemer­kun­gen mir gegen­über zu machen. Er pfeift mir zudem nach, wenn ich an sei­nem Schreib­tisch vor­bei gehe. Sein Ver­hal­ten emp­fin­de ich als sehr unan­ge­nehm und füh­le mich seit­dem auch nicht mehr wohl an mei­nem Arbeits­platz. Ich habe ihn bereits mehr­fach gebe­ten, mit sei­nen Bemer­kun­gen auf­zu­hö­ren. Er macht aber wei­ter und daher habe ich mich an mei­nen Chef gewandt. Die­ser mein­te, dass ihn das nichts ange­he, da das eine pri­va­te Sache zwi­schen mir und mei­nem Arbeits­kol­le­gen sei. Muss ich die Sache tat­säch­lich allein klären?

Ant­wort: Nein. Jeder Arbeit­ge­ber ist gesetz­lich ver­pflich­tet, sei­ne Ange­stell­ten vor sexu­el­ler Belä­sti­gung am Arbeits­platz zu schüt­zen. Als sexu­el­le Belä­sti­gung gilt jedes Ver­hal­ten mit sexu­el­lem Bezug, das von der betrof­fe­nen Per­son als uner­wünscht emp­fun­den wird. Die­ses kann vom Arbeit­ge­ber, von Kol­le­gen und auch von Kun­den aus­ge­hen. Meist besteht die Belä­sti­gung in uner­wünsch­ten Bemer­kun­gen, Berüh­run­gen oder im Zei­gen von por­no­gra­fi­schen Bil­dern. Da Sie Ihren Mit­ar­bei­ter bereits klar­ge­macht haben, dass Sie sein Ver­hal­ten nicht dul­den, ist Ihr Chef ver­pflich­tet ein­zu­grei­fen und Mass­nah­men dage­gen zu tref­fen. Die Mög­lich­kei­ten Ihres Chefs rei­chen von einer Ver­war­nung bis zu einer frist­lo­sen Kün­di­gung des Mit­ar­bei­ters. Wei­gert sich Ihr Chef sei­ner Pflicht nach­zu­kom­men und ein­zu­grei­fen, kön­nen Sie ihn des­we­gen ver­kla­gen. Die Höhe Ihrer Ent­schä­di­gung hängt von den kon­kre­ten Umstän­den ab, ist aber auf maxi­mal sechs Durch­schnitts­mo­nats­löh­ne begrenzt. Am besten hal­ten Sie die Belä­sti­gun­gen schrift­lich fest und fra­gen Mit­ar­bei­ter, ob die­se bereit wären, die Belä­sti­gun­gen zu bestä­ti­gen, um die­se vor Gericht zu beweisen.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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