Hätten Sie es gewusst?

Schlaflose Nächte

Fra­ge: Ich woh­ne seit län­ge­rer Zeit in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus. Vor rund einem Jahr ist eine älte­re Dame in die Woh­nung über uns ein­ge­zo­gen. Sie ist schwer­hö­rig und hört daher oft­mals bis spät in die Nacht hin­ein Radio bei sehr gros­ser Laut­stär­ke. Wir und vie­le ande­re Mie­ter kön­nen dadurch kaum mehr schla­fen. Ich habe bereits mehr­fach das Gespräch mit der älte­ren Dame gesucht, doch gebracht hat es bis jetzt nichts. Was kann ich unternehmen?

Ant­wort: Sie soll­ten die Lärm­be­lä­sti­gung umge­hend Ihrem Ver­mie­ter mit­tei­len. Denn das über­aus lau­te Radio­hö­ren stellt ein Man­gel am Miet­ob­jekt dar. Um einen sol­chen Man­gel han­delt es sich, wenn die gemie­te­te Sache (also Ihre Woh­nung) nicht die Eigen­schaf­ten oder Qua­li­tä­ten auf­weist, die Ihnen Ihr Ver­mie­ter zuge­si­chert hat oder sol­che, auf deren Vor­han­den­sein Sie ver­trau­en durf­ten. Da Sie durch die nächt­li­chen Ruhe­stö­run­gen nicht mehr schla­fen kön­nen, liegt zwei­fels­oh­ne ein Man­gel an der Woh­nung vor. Die Lärm­be­lä­sti­gun­gen durch Ihre Nach­ba­rin sind weder gering­fü­gig, noch konn­ten Sie selbst für Abhil­fe sor­gen, indem Sie mit ihr das Gespräch such­ten. Der Ver­mie­ter ist daher ver­pflich­tet, den Man­gel zu besei­ti­gen. Sie soll­ten vom Ver­mie­ter schrift­lich die Besei­ti­gung des Man­gels innert ange­mes­se­ner Frist ver­lan­gen. Doku­men­tie­ren Sie am besten gleich, was wann genau vor­ge­fal­len ist. Dro­hen Sie zudem gleich­zei­tig an, dass Sie — sofern der Man­gel nicht innert der Frist besei­tigt wird — den künf­ti­gen Miet­zins nicht mehr über­wei­sen wer­den. Bleibt die Lärm­be­lä­sti­gung bestehen, haben Sie dann die Mög­lich­keit, den Miet­zins zu hin­ter­le­gen und an die Schlich­tungs­stel­le für Miet­an­ge­le­gen­hei­ten zu gelan­gen. Ab dem Zeit­raum, in wel­chem Ihr Ver­mie­ter von der Lärm­be­lä­sti­gung Kennt­nis erhal­ten hat, haben Sie Anspruch auf eine Mietzinsreduktion.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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