Hätten Sie es gewusst?

Paket weg, Ärger da

Fra­ge: Neu­lich bestell­te ich bei einem Schwei­zer Online­händ­ler eine neue Bohr­ma­schi­ne im Wert von rund 300 Fran­ken. Die Ware wur­de vom Händ­ler abge­schickt, doch sie kam nie bei mir an. Als ich bei der Post nach­frag­te, wur­de mir gesagt, dass das Paket bei mir im Haus­ein­gang depo­niert wur­de. Das Paket wur­de also offen­bar gestoh­len. Ich habe gele­sen, dass die Post eine Haf­tungs­li­mi­te von bis zu 500 Fran­ken bei Pake­ten hat. Muss dem­nach die Post für mei­nen Scha­den aufkommen?

Ant­wort: Nein. Ihren Scha­den kön­nen Sie nicht auf die Post abwäl­zen. Es stimmt zwar, dass die­se auch für nicht ein­ge­schrie­be­ne Paket­sen­dun­gen bis maxi­mal 500 Fran­ken haf­tet. Das aber bloss, wenn das Paket nicht kor­rekt zuge­stellt wur­de. Pake­te darf der Post­bo­te im Milch­fach depo­nie­ren. Ist das Paket jedoch zu gross und der Emp­fän­ger für eine per­sön­li­che Über­ga­be nicht anzu­tref­fen, muss der Post­bo­te das Paket wie­der mit­neh­men. Tut er dies nicht und stellt das Paket statt­des­sen in den Haus­ein­gang, wur­de das Paket nicht kor­rekt zuge­stellt und die Post haf­tet für den Scha­den. Wird die Sen­dung aus dem Brief- oder aus dem Milch­ka­sten gestoh­len, muss hin­ge­gen der Emp­fän­ger den Scha­den tra­gen. In Ihrem Fall haf­tet die Post den­noch nicht für das gestoh­le­ne Paket. Das Paket wur­de kor­rekt zuge­stellt, obwohl es im Haus­ein­gang depo­niert wur­de. Sie haben näm­lich bei der Post vor län­ge­rer Zeit eine Zustel­ler­mäch­ti­gung ein­ge­rich­tet. Damit haben Sie ver­ein­bart, dass Pake­te im Haus­ein­gang depo­niert wer­den dür­fen. Das Paket wur­de somit kor­rekt zuge­stellt. Mit der Zustel­ler­mäch­ti­gung ging die Haf­tung auf Sie als Emp­fän­ger über. Es emp­fiehlt sich, wert­vol­le Pake­te mit »Signa­tu­re« zu ver­schicken. Die­se dür­fen dann nur gegen Unter­schrift abge­lie­fert wer­den. Alter­na­tiv kön­nen Sie auch den kosten­lo­sen »Pick­Post« Ser­vice der Post nutzen.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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