Hätten Sie es gewusst?

Muss ich während der Heirat meiner Schwester im Büro schuften?

Fra­ge: Nach inten­si­ver Pla­nung steht end­lich die lang­ersehn­te Hoch­zeit mei­ner Schwe­ster fest. Doch mein Chef will, dass ich an die­sem Tag trotz­dem ins Büro arbei­ten kom­me. Für Hoch­zei­ten und der­glei­chen gebe es bei ihm grund­sätz­lich kei­ne Frei­ta­ge. Muss ich mir das gefal­len lassen?

Ant­wort: Nein. Für drin­gen­de Arzt­be­su­che, Behör­den­gän­ge, Woh­nungs­wech­sel und Hei­rat muss Ihnen der Arbeit­ge­ber Frei­zeit gewäh­ren, sofern sich die­se Ange­le­gen­hei­ten nicht aus­ser­halb der Arbeits­zeit erle­di­gen las­sen. Wie vie­le Frei­ta­ge man für wel­chen Anlass bekommt, steht nicht im Gesetz. Bei den mei­sten Fir­men ist die­se aus­ser­or­dent­li­che Frei­zeit des­we­gen in einem Per­so­nal­re­gle­ment, im Arbeits­ver­trag oder im Gesamt­ar­beits­ver­trag gere­gelt. Ist das nicht der Fall, kann man sich an fol­gen­de Richt­li­ni­en hal­ten: Für die eige­ne Hei­rat gibt es oft­mals zwi­schen 2 und 3 frei­en Tagen, beim Umzug und bei der Geburt des eige­nen Kin­des einen und im Fal­le des Todes eines Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen je nach Ver­wandt­schafts­grad zwi­schen 1 und 3 Tagen. Für die Hoch­zeit eines nahen Ver­wand­ten – wie in Ihrem Fall – bekommt man übli­cher­wei­se einen frei­en Tag. Ob Sie für den Frei­tag bezahlt wer­den, hängt von Ihrem Anstel­lungs­ver­hält­nis ab. Bei einer Anstel­lung im Monats­lohn ist es üblich, dass Sie Lohn erhal­ten. Ange­stell­te im Stun­den­lohn hin­ge­gen bekom­men meist nichts. Ihr Chef muss Ihnen somit für die Hoch­zeit Ihrer Schwe­ster einen Tag frei­ge­ben. Da Sie im Monats­lohn ange­stellt sind und nichts ande­res ver­ein­bart wur­de, darf er Ihnen die Teil­nah­me an der Hoch­zeit Ihrer Schwe­ster nicht vom Lohn abzie­hen. Wich­tig: Obi­ge Aus­füh­run­gen gel­ten für Arbeits­ver­trags­ver­hält­nis­se des Pri­vat­rechts. Öffent­lich-recht­li­che Arbeits­ver­hält­nis­se unter­ste­hen meist eige­nen Regeln.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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