Hätten Sie es gewusst?

Kann mich mein Mann auf die Strasse stellen?

Fra­ge: Ich woh­ne mit mei­nem Mann und unse­ren gemein­sa­men Kin­dern im ehe­ma­li­gen Eltern­haus mei­nes Man­nes. Er ist allein im Grund­buch als Eigen­tü­mer ein­ge­tra­gen. Unse­re Ehe ist seit län­ge­rer Zeit nicht mehr har­mo­nisch. Ich habe mich daher ent­schie­den, mich zu tren­nen. Mein Mann droh­te mir jetzt, mich aus sei­nem Haus zu wer­fen. Kann er das wirklich?

Ant­wort: Nein. Ihr Mann kann Sie nicht ein­fach so auf die Stras­se set­zen. Wenn sich die Ehe­gat­ten im Fal­le einer Tren­nung nicht eini­gen kön­nen, wer im Haus bleibt, kann jeder Ehe­gat­te das Ehe­schutz­ge­richt anru­fen. Die­ses regelt das Getrennt­le­ben, wozu unter ande­rem die Fest­le­gung der Ali­men­te, die Obhut der Kin­der und die Zuwei­sung der Lie­gen­schaft gehö­ren. Hat das Ehe­paar min­der­jäh­ri­ge Kin­der, die noch im gemein­sa­men Haus­halt leben, darf meist der­je­ni­ge im Haus blei­ben, der die Obhut über die Kin­der erhält. Leben kei­ne Kin­der mehr mit im Haus, kön­nen gesund­heit­li­che oder beruf­li­che Grün­de für die Zutei­lung des Hau­ses aus­schlag­ge­bend sein. Wem das Haus gehört oder wer mehr Eigen­mit­tel inve­stiert hat, spielt grund­sätz­lich kei­ne Rolle.

Da Sie mit Ihrem Mann einig sind, dass Sie bei der Tren­nung die Obhut über die Kin­der erhal­ten, dür­fen Sie im Haus woh­nen blei­ben. Ihr Mann hat ein paar Wochen Zeit, um sich eine neue Woh­nung zu suchen. Nur wenn das Zusam­men­le­ben für die­se kur­ze Zeit­span­ne unzu­mut­bar wäre, müss­te er auf der Stel­le ausziehen.

Anders sieht es bei der Schei­dung aus, dann wird das Haus dem Eigen­tü­mer zuge­teilt. Lie­gen aller­dings wich­ti­ge Grün­de vor (v. a. im Bezug auf die Kin­der), kann der Rich­ter Ihnen ein Wohn­recht am Haus ein­räu­men. Ein sol­ches Wohn­recht nach der Schei­dung wäre jedoch nicht gra­tis. Ihr Ex-Mann hät­te als Eigen­tü­mer eine ange­mes­se­ne Ent­schä­di­gung zugu­te oder der Wert des Wohn­rechts wür­de bei der Berech­nung der Ali­men­te berücksichtigt.

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Hätten Sie es gewusst?

Das habe ich nicht bestellt

Fra­ge: Vor Kur­zem erhielt ich einen Wer­be­an­ruf einer Fir­ma, die hand­ge­fer­tig­te Gruss­kar­ten ver­kauft. Ich sag­te, dass ich kein Inter­es­se an den Kar­ten hät­te und habe nach kur­zer Zeit auf­ge­legt. Weni­ge Tage spä­ter bekam ich den­noch mit der Post ein klei­nes Packet mit 10 Gruss­kar­ten und einer Rech­nung. Muss ich die Kar­ten bezah­len? Ant­wort: Nein. Am Tele­fon haben Sie klar gesagt, dass Sie kei­ne Gruss­kar­ten kaufen

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Nicht teilgenommen und trotzdem bezahlen?

Fra­ge: Seit mein jüng­stes Kind vor 7 Jah­ren zur Welt gekom­men ist, war ich nicht mehr berufs­tä­tig. Ich habe mich um den Haus­halt und die Erzie­hung der Kin­der geküm­mert. Nun möch­te ich zurück in den Berufs­all­tag. Um mei­ne Chan­cen auf dem Job­markt zu erhö­hen, habe ich mich für eine Wei­ter­bil­dung ein­ge­schrie­ben. Kurz vor Kurs­be­ginn wur­de ich jedoch krank und konn­te nicht teil­neh­men. Die Schu­le verlangt

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