Frage der Woche

Ist der Hund erlaubt?

Fra­ge: Ich woh­ne bereits seit meh­re­ren Jah­ren mit mei­ner Frau und unse­rem Fami­li­en­hund in einer Miet­woh­nung. Mein Ver­mie­ter wuss­te von Beginn an von dem Hund und hat auch nie etwas gesagt. Letz­tens mein­te er jedoch zu uns, unser Hund ist nicht mehr erlaubt, wir müs­sen den Hund weg­ge­ben. Kann er das ein­fach so von uns verlangen?

Ant­wort: Nein. Ent­hält der Miet­ver­trag kei­ne ent­spre­chen­den Bestim­mun­gen, sind Haus­tie­re grund­sätz­lich erlaubt. Eine Aus­nah­me sind aus­ser­ge­wöhn­li­che Tier­ar­ten und sol­che, die ein hohes Stör- oder Gefähr­dungs­po­ten­zi­al haben wie etwa Papa­gei­en, Gift­schlan­gen oder Tie­re in gros­ser Anzahl.

Ist im Miet­ver­trag fest­ge­hal­ten, dass Haus­tie­re teil­wei­se oder ganz ver­bo­ten sind, so sind den­noch gewis­se Haus­tie­re erlaubt. Unpro­ble­ma­ti­sche Klein­tie­re wie Ham­ster, Kana­ri­en­vö­gel oder Meer­schwein­chen sind in jedem Fall erlaubt. Dies jedoch nur dann, wenn wie die Tie­re kein Grund für Stö­run­gen sind. Das Glei­che gilt für Zier­fi­sche, solan­ge für den Ein­bau des Aqua­ri­ums kein Ein­griff in die Bau­sub­stanz der Woh­nung nötig ist. Andern­falls müss­te die schrift­li­che Zustim­mung des Ver­mie­ters ein­ge­holt werden.

In Ihrem Fall ist die Hal­tung von Haus­tie­ren gemäss Miet­ver­trag bloss mit Zustim­mung des Ver­mie­ters zuläs­sig. Sie haben den Hund über län­ge­re Zeit ohne aus­drück­li­che Ein­wil­li­gung gehal­ten. Der Ver­mie­ter wuss­te jedoch über den Hund Bescheid. Er kann des­halb nicht plötz­lich von Ihnen ver­lan­gen, den Hund weg­zu­ge­ben. Durch die Dul­dung des Hun­des hat er näm­lich still­schwei­gend in die Hal­tung ein­ge­wil­ligt. Eine ein­mal erteil­te Bewil­li­gung darf nicht ohne trif­ti­gen Grund wider­ru­fen wer­den. Da Ihr Hund weder die Nach­barn stört, noch die Woh­nung beschä­digt oder ander­wei­tig für Stö­run­gen Anlass gibt, dür­fen Sie Ihren Hund wei­ter­hin in der Woh­nung halten.

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Hätten Sie es gewusst?

Beinaheunfall mit einem Kind

Fra­ge: Ein Kol­le­ge erzähl­te kürz­lich, er hät­te einen schlim­men Unfall nur knapp ver­hin­dern kön­nen, als ihm ein Kind vor das Auto rann­te. Nach­dem er sein Fahr­zeug zum Ste­hen gebracht habe, sei die Mut­ter des Kin­des auf ihn zuge­lau­fen und habe ihn laut­hals beschimpft. Als Auto­fah­rer müs­se er bes­ser auf­pas­sen, wenn Kin­der in der Nähe sei­en. Das Kind spa­zier­te jedoch in

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Baubewilligungspflicht auch ohne Bauarbeiten?

Fra­ge: Ich habe vor einem Jahr ein altes Bau­ern­haus gekauft. Um mir neben­her etwas Geld zu ver­die­nen, habe ich im Schopf eine Repa­ra­tur­werk­statt ein­ge­rich­tet. Für das Ein­rich­ten der Werk­statt waren kei­ner­lei Umbau­ar­bei­ten not­wen­dig. Ich habe daher auch kei­ne Bau­be­wil­li­gung ein­ge­holt. Nun hat mir ein Bekann­ter gesagt, dies sei nicht zuläs­sig. Auch ohne Umbau­ar­bei­ten müs­se ich eine Bau­be­wil­li­gung ein­ho­len. Stimmt das?

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Cornel Wehrli Rechtsanwalt

Cornel Wehrli, Rechtsanwalt

Cornel ist mit Priska verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Er wohnt in Frick. Als Mitglied des internationalen Serviceclubs Kiwanis gilt sein soziales Engagement den Kindern. In seiner Freizeit geniesst er seine Freiheit auf dem Motarrad oder unter dem Gleitschirm. Wenn Cornel kein Anwalt geworden wäre, würde er sein Geld als Gleitschirm-Testpilot verdienen.

Mein Leitsatz:

«Gesetzeskenntnis allein genügt nicht. Es gilt immer den Menschen mit seinen Sorgen und Wünschen zu erkennen, um gemeinsam den Erfolg anzustreben.»

Haben Sie gewusst?

Cornel hält den Wecker für eine der dümmsten Erfindungen der Menschheit.