Hätten Sie es gewusst?

Ich will mein Motorrad zurück

Fra­ge: Ich habe mein Motor­rad von einem Mecha­ni­ker repa­rie­ren las­sen, da ich es nicht mehr star­ten konn­te. Als ich es abho­len woll­te, war ich gera­de etwas knapp bei Kas­se. Ich konn­te bloss einen Teil der Rech­nungs­ko­sten bezah­len. Dar­auf­hin mein­te der Motor­rad­händ­ler, dass er mir mein Motor­rad erst über­lässt, wenn ich die gan­ze Rech­nung bezahlt habe. Darf er mein Motor­rad tat­säch­lich zurück­be­hal­ten, obwohl es mir gehört?

Ant­wort: Ja. Der Motor­rad­händ­ler hat ein soge­nann­tes Reten­ti­ons­recht. Das ist das Recht, eine ihm vom Schuld­ner über­las­se­ne Sache solan­ge zurück­zu­be­hal­ten, bis die gesam­te Schuld bezahlt ist. Die­ses Recht besteht von Geset­zes wegen, die Ein­wil­li­gung des Kun­den ist nicht nötig. Vor­aus­ge­setzt ist, dass die Rech­nung fäl­lig ist. Noch nicht fäl­lig sind Repa­ra­tur­ko­sten, für die im Vor­aus eine Bezahl­frist ver­ein­bart wur­den. Zwi­schen der For­de­rung und der Reten­ti­ons­sa­che muss ein Zusam­men­hang bestehen. So kann der Mecha­ni­ker das Motor­rad nicht zurück­be­hal­ten, weil Sie ihm noch Geld aus einer Woh­nungs­mie­te schul­den. Wei­ter muss es sich um eine ver­wert­ba­re Sache han­deln. An nicht ver­wert­ba­ren Din­gen wie etwa Aus­wei­sen, Gerichts­ak­ten oder Brie­fen kann kein Reten­ti­ons­recht aus­ge­übt wer­den. In Ihrem Fall kann der Mecha­ni­ker das Motor­rad solan­ge zurück­be­hal­ten, bis Sie die gesam­ten Repa­ra­tur­ko­sten bezahlt haben. Wenn Sie wei­ter­hin nicht in der Lage sind, die Rech­nung zu bezah­len, kann der Mecha­ni­ker das Motor­rad dar­über hin­aus ver­wer­ten las­sen. Dazu wird er Sie auf Zah­lung des offe­nen Rech­nungs­be­trags betrei­ben. Im Zuge der Ver­wer­tung wird das Motor­rad ver­stei­gert. Aus dem Erlös wer­den die Kosten des Betrei­bungs­am­tes gedeckt und anschlies­send die For­de­rung des Mecha­ni­kers getilgt. Bliebt danach noch etwas übrig, erhal­ten Sie als Eigen­tü­mer des Motor­rads den rest­li­chen Erlös.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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