Hätten Sie es gewusst?

Hat der Chef alles falsch gemacht?

Fra­ge: Vor drei Wochen habe ich eine 50%-Stelle ange­fan­gen. Gestern hat mir mein Chef nun auf Mitt­woch näch­ster Woche gekün­digt. Dabei hat man im ersten Anstel­lungs­jahr doch eine Kün­di­gungs­frist von einem Monat und muss zudem immer auf Ende Monat kün­di­gen. Hier hat mein Chef wohl alles falsch gemacht?

Ant­wort: Nein. Bei einem unbe­fri­ste­ten Arbeits­ver­trag kann zwar im ersten Dienst­jahr – wie Sie rich­tig beschrie­ben haben – mit einer Kün­di­gungs­frist von einem Monat auf Monats­en­de gekün­digt wer­den. Bei unbe­fri­ste­ten Arbeits­ver­hält­nis­sen gilt jedoch – sofern nichts ande­res durch schrift­li­che Abre­de oder Gesamt­ar­beits­ver­trag bestimmt ist – der erste Monat als Pro­be­zeit. Die Ver­trags­par­tei­en sol­len in die­ser Zeit abschät­zen, ob ihnen das Arbeits­ver­hält­nis zusagt und ob sie sich lang­fri­stig bin­den wol­len. In die­ser Pro­be­zeit beträgt die Kün­di­gungs­frist ledig­lich 7 Tage. Ob nun die ver­kürz­te oder die ordent­li­che Kün­di­gungs­frist zur Anwen­dung kommt, bestimmt sich nach dem Zeit­punkt, an wel­chem der Emp­fän­ger die Kün­di­gung emp­fängt. Erhält man die Kün­di­gung noch inner­halb der Pro­be­zeit, gilt die ver­kürz­te Kün­di­gungs­frist. Erfolgt der Zugang der Kün­di­gung jedoch nach Ablauf der Pro­be­zeit, gilt die regu­lä­re Kün­di­gungs­frist. Das kann ins­be­son­de­re bei Kün­di­gun­gen per Post ent­schei­dend sein. Wäh­rend der Pro­be­zeit müs­sen kei­ne Kün­di­gungs­ter­mi­ne ein­ge­hal­ten wer­den. Das Arbeits­ver­hält­nis endet also unmit­tel­bar am letz­ten Tag der Kün­di­gungs­frist und nicht etwa erst am Monats­en­de. In Ihrem Fall haben Sie die Kün­di­gung noch inner­halb Ihrer Pro­be­zeit erhal­ten. Des­we­gen kommt die ver­kürz­te Kün­di­gungs­frist von 7 Tagen zur Anwen­dung. Da wäh­rend der Pro­be­zeit kei­ne Kün­di­gungs­ter­mi­ne ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen, ist eine Kün­di­gung mit­ten im Monat zuläs­sig. Ihr Chef hat also alles rich­tig gemacht.

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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