Hätten Sie es gewusst?

Gutschein wider Willen?

Fra­ge: Ich war letz­te Woche wäh­rend eines Stadt­bum­mels ein­kau­fen. In einem Klei­der­ge­schäft habe ich ein T‑Shirt gefun­den, das mir gefiel und ich habe es gekauft. Als ich es zu Hau­se aus­ge­packt habe, hat es mir dann doch nicht mehr so gut gefal­len wie im Geschäft. Ich ging am näch­sten Tag in den Laden zurück, um es zurück­zu­brin­gen. Die Ver­käu­fe­rin mein­te, ich erhal­te das Geld in Form eines Gut­schei­nes zurück. Ich woll­te das Geld aber lie­ber in bar, da ich nur sehr sel­ten in die­sem Laden ein­kau­fen gehe. Muss ich es akzep­tie­ren, dass ich das Geld in Form eines Gut­scheins erhalte?

Ant­wort: Ja. Der Ver­käu­fer ist näm­lich nicht ver­pflich­tet Waren, die dem Kun­den nicht mehr gefal­len, zurück­zu­neh­men. Abge­schlos­se­ne Kauf­ver­trä­ge sind ver­bind­lich. Das bedeu­tet, es gibt kein Recht auf Rück­tritt oder Umtausch. Eine Aus­nah­me sind Garan­tie­fäl­le. Weist die gekauf­te Sache einen Man­gel auf, gel­ten die Garan­tie­re­geln. Sie haben in einem sol­chen Fall die Mög­lich­keit, die Sache gegen ein feh­ler­frei­es Pro­dukt umzu­tau­schen, eine Preis­re­duk­ti­on zu ver­lan­gen oder bei schwer­wie­gen­den Män­geln die Sache zurück­zu­ge­ben und den Kauf­preis zurück­zu­ver­lan­gen. Der Ver­käu­fer kann aber auch im Kauf­ver­trag von die­sen Vor­schrif­ten abwei­chen und fest­le­gen, dass bei einem Man­gel bloss Ersatz gewährt wird und kei­ne Rück­erstat­tung des Kauf­prei­ses erfolgt. Das T‑Shirt, wel­ches Sie zurück­ge­ge­ben haben, ist kein Garan­tie­fall, da es kei­nen Man­gel auf­wies. Die Ver­käu­fe­rin hat das T‑Shirt ledig­lich aus Kulanz zurück­ge­nom­men. Da das Geschäft das T‑Shirt frei­wil­lig zurück­nahm, ist es die­sem auch über­las­sen, ob es Ihnen dafür den Kauf­preis in Bar­geld oder in Form eines Gut­scheins aus­hän­digt. Sie müs­sen also akzep­tie­ren, dass sie den Kauf­preis als Gut­schein zurück­er­stat­tet erhalten.

Glänzen Sie mit spannendem Alltagswissen

Wir senden Ihnen verständliche Antworten auf die beliebtesten Alltagsfragen kostenlos und direkt in Ihr Postfach. Der Versand erfolgt 2- bis 3-mal jährlich.

Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

Weiterlesen »

Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

Weiterlesen »
Scroll to Top