Hätten Sie es gewusst?

Gekauft und schon kaputt

Fra­ge: Ich habe bei einem gros­sen Online­händ­ler Kopf­hö­rer bestellt. 2 Wochen nach­dem ich sie erhal­ten habe, waren sie kaputt. Ich wand­te mich an den Kun­den­dienst und woll­te die Kopf­hö­rer retour­nie­ren und mein Geld dafür zurück. Der Kun­den­dienst mein­te jedoch, ich hät­te bloss Anspruch auf eine Repa­ra­tur der Kopf­hö­rer, mein Geld wür­de ich nicht zurück­er­hal­ten. Stimmt das, erhal­te ich mein Geld nicht zurück?

Ant­wort: Ja. Laut Gesetz beträgt in Ihrem Fall zwar die Garan­tiefrist 2 Jah­re. Die­se Frist darf der Ver­käu­fer nicht ver­kür­zen. Läuft die Garan­tiefrist noch und ist das Pro­dukt man­gel­haft, muss der Man­gel umge­hend dem Ver­käu­fer gemel­det wer­den. Der Käu­fer hat dann drei Mög­lich­kei­ten: Er kann vom Kauf zurück­tre­ten und das Geld zurück­for­dern, ein Ersatz­ge­rät ver­lan­gen oder bei einem gering­fü­gi­gen Man­gel auf eine Preis­min­de­rung bestehen. Die­se gesetz­li­chen Bestim­mun­gen sind jedoch nicht zwin­gend. Das bedeu­tet, der Ver­käu­fer kann die Garan­tie­an­sprü­che ent­spre­chend ein­schrän­ken. Vor­aus­set­zung einer sol­chen Ände­rung der Garan­tie­rech­te ist, dass der Ver­käu­fer den Kun­den vor Ver­trags­ab­schluss aus­drück­lich dar­auf hin­weist. In Ihrem Fall hat das der Online­händ­ler getan. In den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) ist fest­ge­hal­ten, dass bei einem Man­gel bloss ein Recht auf Repa­ra­tur besteht. Sie haben den AGBs vor dem Kauf zuge­stimmt. Die­se sind somit gül­tig und wur­den Bestand­teil des Kauf­ver­trags. Da die Ein­schrän­kung Ihrer Garan­tie­an­sprü­che auf blos­se Repa­ra­tur zuläs­sig ist, müs­sen Sie sich damit zufrie­den­ge­ben, dass Ihre Kopf­hö­rer repa­riert wer­den und Sie Ihr Geld nicht zurück­er­hal­ten. Wären die AGBs erst auf der Quit­tung abge­druckt oder im nach­träg­lich abge­ge­be­nen Garan­tie­schein auf­ge­führt gewe­sen, wären die­se ungül­tig und Sie hät­ten die Kopf­hö­rer zurück­ge­ben und Ihr Geld zurück­ver­lan­gen können.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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