Hätten Sie es gewusst?

Fahrradtour mit Blitzlicht

Fra­ge: Letz­te Woche war ich mit mei­nem 45er-E-Bike auf dem Weg zum Ein­kau­fen. Dabei war ich etwas schnel­ler als erlaubt unter­wegs und wur­de in einer 30er-Zone von einem Blit­zer geblitzt. Mein Tacho zeig­te mir eine Geschwin­dig­keit von 37 km/h an. Muss ich jetzt befürch­ten, dass ich gebüsst werde?

Ant­wort: Nein. 45er-E-Bikes müs­sen im Gegen­satz zu nor­ma­len Fahr­rä­dern und 25er-E-Bikes ein Num­mern­schild auf­wei­sen und sind beim Stras­sen­ver­kehrs­amt zu regi­strie­ren. Somit wäre es grund­sätz­lich mög­lich, Sie als Hal­ter zu ermit­teln und zu büs­sen. Laut Gesetz besteht jedoch weder für Fahr­rä­der noch für E‑Bikes die Pflicht, eine geeich­te Geschwin­dig­keits­an­zei­ge zu besit­zen. Somit kann von Ihnen auch nicht ver­langt wer­den, dass Sie wis­sen, mit wel­cher Geschwin­dig­keit Sie unter­wegs sind und Sie kön­nen nicht gebüsst wer­den. Die Tat­sa­che, dass Sie den­noch einen Tacho besit­zen, ändert nichts. Denn es ist zwar prak­tisch für Sie, aber nicht gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Auch wenn Sie nicht wegen der Geschwin­dig­keits­über­tre­tung gebüsst wer­den kön­nen, kann die Poli­zei über­prü­fen, ob das E‑Bike fri­siert wur­de. Denn ein fri­sier­tes E‑Bike ist auf öffent­li­chen Stras­sen nicht zuge­las­sen und kann mit meh­re­ren Hun­dert Fran­ken gebüsst wer­den. Zudem kön­nen Sie im Fal­le eines Unfalls den Ver­si­che­rungs­schutz ver­lie­ren. Aber Ach­tung: Das bedeu­tet nicht, dass Sie nicht wegen zu hoher Geschwin­dig­keit im Stras­sen­ver­kehr ange­zeigt wer­den kön­nen. Als Fahr­rad­fah­rer müs­sen Sie, wie alle Ver­kehrs­teil­neh­mer, Ihre Geschwin­dig­keit den Umstän­den ent­spre­chend anpas­sen. Fah­ren Sie mit 40 km/h durch eine Begeg­nungs­zo­ne und wer­den von der Poli­zei erwischt, kann das eine Anzei­ge zur Fol­ge haben. Auch wenn Sie einen Unfall ver­ur­sa­chen, weil Sie mit zu hoher Geschwin­dig­keit unter­wegs waren, kann es zu einer Anzei­ge kommen.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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