Hätten Sie es gewusst?

Erst helfen – dann auch noch zahlen?

Fra­ge: Ich habe mei­nem Kol­le­gen Dani­el beim Umzug gehol­fen. Dabei ist mir dum­mer­wei­se sei­ne teu­re Musik­an­la­ge run­ter­ge­fal­len und kaputt­ge­gan­gen. Nun will Dani­el, dass ich 2’000 Fran­ken zah­le, damit er sich damit eine neue Anla­ge kau­fen kann. Muss ich das wirklich?

Ant­wort: Nein. Klei­ne­re oder grös­se­re Hil­fen im All­tag gehö­ren für vie­le zum guten Ton. Sei es das Hüten von Nach­bars Kat­ze, das Aus­lei­hen eines guten Buches oder das tat­kräf­ti­ge Mit­an­packen beim Umzug. Bei sol­chen Gefäl­lig­kei­ten wol­len sich die Betrof­fe­nen weder recht­lich ver­pflich­ten noch bin­den. Gefäl­lig­kei­ten lie­gen in der Regel vor, wenn jemand für eine ande­re Per­son umsonst – also weder gegen Ent­gelt noch für eine Gegen­lei­stung – eine Lei­stung erbringt. Ent­steht dabei ein Scha­den, wird der Erbrin­ger der Gefäl­lig­keit nur haft­bar, wenn ihn ein Ver­schul­den trifft. Dabei genügt es, wenn er jene Sorg­falt auf­wen­det, die er auch in eige­nen Ange­le­gen­hei­ten beach­tet hät­te. Ver­ges­sen Sie nun bei­spiels­wei­se, nach dem Wäs­sern der Blu­men eines Bekann­ten in des­sen Woh­nung aus Unacht­sam­keit den Was­ser­hahn zuzu­dre­hen, und ver­ur­sa­chen damit einen Was­ser­scha­den, könn­ten Sie dafür haft­bar gemacht wer­den. Doch selbst in einem sol­chen Fall muss man nicht die gan­zen Kosten über­neh­men. Denn weil man aus Gefäl­lig­keit gehan­delt hat, ist eine Haf­tungs­re­duk­ti­on von bis zu 50 % denk­bar. In Ihrem Fall müs­sen Sie Dani­el zudem nicht den vol­len Neu­wert der 2’000 Fran­ken teu­ren Musik­an­la­ge, son­dern nur deren Zeit­wert erset­zen. Da Haus­halts­elek­tro­nik nach zehn Jah­ren abge­schrie­ben (und somit wert­los) ist und die Musik­an­la­ge bereits fünf Jah­re auf dem Buckel hat, wären das nur 1’000 Fran­ken. Dazu kommt die oben erwähn­te Gefäl­lig­keits­re­duk­ti­on von bis zu 50 %. Dani­el kann von Ihnen also nicht den vol­len Betrag fordern.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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