Hätten Sie es gewusst?

Eine teure Liebe

Fra­ge: Ich habe ein Abo bei einer Online-Part­ner­ver­mitt­lung. Die­ses habe ich für die Lauf­zeit von einem Jahr abge­schlos­sen. Ich woll­te das Abo nicht wei­ter lau­fen las­sen, habe aber ver­ges­sen, vor Abon­ne­ment­ab­lauf zu kün­di­gen. Jetzt habe ich ein E‑Mail erhal­ten, dass mein Abo auto­ma­tisch um ein Jahr ver­län­gert wur­de. Im Anhang wur­de mir auch gleich die Rech­nung für das näch­ste Jahr mit­ge­schickt. Muss ich jetzt tat­säch­lich für ein gan­zes wei­te­res Jahr bezahlen?

Ant­wort: Nein. Ihre Online-Part­ner­ver­mitt­lung unter­brei­tet den Kun­den gestützt auf ein Per­sön­lich­keits­pro­fil Part­ner­vor­schlä­ge. Ver­trä­ge mit sol­chen Anbie­tern unter­lie­gen den beson­de­ren Bestim­mun­gen für die Part­ner­schafts­ver­mitt­lung. Die­se Ver­trä­ge kön­nen von den Kun­den jeder­zeit gekün­digt wer­den. Wenn Sie das Abo nicht wei­ter lau­fen las­sen möch­ten, kön­nen Sie der Online-Part­ner­ver­mitt­lung umge­hend mit­tei­len, dass Sie Ihr Abo kün­di­gen wol­len. Die Kün­di­gung muss schrift­lich erfol­gen und von Ihnen unter­zeich­net sein. Es emp­fiehlt sich, die Kün­di­gung ein­ge­schrie­ben zu ver­sen­den, damit Sie bei all­fäl­li­gen spä­te­ren Schwie­rig­kei­ten die Kün­di­gung bewei­sen kön­nen. Einen Grund für die Kün­di­gung müs­sen Sie nicht ange­ben. Das Kün­di­gungs­recht ist eine zwin­gen­de Bestim­mung, die auch durch anders­lau­ten­de Inhal­te im Abon­ne­ment­ver­trag nicht abge­än­dert wer­den kann. Bei einer vor­zei­ti­gen Kün­di­gung ist bloss die Mit­glie­der­ge­bühr bis zum Kün­di­gungs­zeit­punkt geschul­det. Sie müs­sen also nicht die gan­ze Rech­nung bezah­len, son­dern bloss den Abon­ne­ments­be­trag bis zu Ihrer Kün­di­gung. Wich­tig zu wis­sen: Wenn Sie neu ein Abo abschlies­sen, haben Sie ein 14-tägi­ges Wider­rufs­recht. Inner­halb die­ser Zeit haben Sie die Mög­lich­keit, vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten, ohne die Part­ner­ver­mitt­lung ent­schä­di­gen zu müssen.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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