Frage der Woche

Eine teure Liebe

Fra­ge: Ich habe ein Abo bei einer Online-Part­ner­ver­mitt­lung. Die­ses habe ich für die Lauf­zeit von einem Jahr abge­schlos­sen. Ich woll­te das Abo nicht wei­ter lau­fen las­sen, habe aber ver­ges­sen, vor Abon­ne­ment­ab­lauf zu kün­di­gen. Jetzt habe ich ein E‑Mail erhal­ten, dass mein Abo auto­ma­tisch um ein Jahr ver­län­gert wur­de. Im Anhang wur­de mir auch gleich die Rech­nung für das näch­ste Jahr mit­ge­schickt. Muss ich jetzt tat­säch­lich für ein gan­zes wei­te­res Jahr bezahlen?

Ant­wort: Nein. Ihre Online-Part­ner­ver­mitt­lung unter­brei­tet den Kun­den gestützt auf ein Per­sön­lich­keits­pro­fil Part­ner­vor­schlä­ge. Ver­trä­ge mit sol­chen Anbie­tern unter­lie­gen den beson­de­ren Bestim­mun­gen für die Part­ner­schafts­ver­mitt­lung. Die­se Ver­trä­ge kön­nen von den Kun­den jeder­zeit gekün­digt wer­den. Wenn Sie das Abo nicht wei­ter lau­fen las­sen möch­ten, kön­nen Sie der Online-Part­ner­ver­mitt­lung umge­hend mit­tei­len, dass Sie Ihr Abo kün­di­gen wol­len. Die Kün­di­gung muss schrift­lich erfol­gen und von Ihnen unter­zeich­net sein. Es emp­fiehlt sich, die Kün­di­gung ein­ge­schrie­ben zu ver­sen­den, damit Sie bei all­fäl­li­gen spä­te­ren Schwie­rig­kei­ten die Kün­di­gung bewei­sen kön­nen. Einen Grund für die Kün­di­gung müs­sen Sie nicht ange­ben. Das Kün­di­gungs­recht ist eine zwin­gen­de Bestim­mung, die auch durch anders­lau­ten­de Inhal­te im Abon­ne­ment­ver­trag nicht abge­än­dert wer­den kann. Bei einer vor­zei­ti­gen Kün­di­gung ist bloss die Mit­glie­der­ge­bühr bis zum Kün­di­gungs­zeit­punkt geschul­det. Sie müs­sen also nicht die gan­ze Rech­nung bezah­len, son­dern bloss den Abon­ne­ments­be­trag bis zu Ihrer Kün­di­gung. Wich­tig zu wis­sen: Wenn Sie neu ein Abo abschlies­sen, haben Sie ein 14-tägi­ges Wider­rufs­recht. Inner­halb die­ser Zeit haben Sie die Mög­lich­keit, vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten, ohne die Part­ner­ver­mitt­lung ent­schä­di­gen zu müssen.

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Hätten Sie es gewusst?

Darf ich beschwipst die Piste runterfahren?

Fra­ge: Nach einer feucht­fröh­li­chen Après-Ski-Fei­er behaup­te­te mein Freund, auf der Ski­pi­ste gäbe es kei­ne Alko­hol­gren­ze wie im Stras­sen­ver­kehr und des­halb sei auch „betrun­ken Ski fah­ren“ völ­lig legal. Stimmt das wirk­lich? Ant­wort: Ja, aller­dings ist es nicht ganz so ein­fach – und auf der siche­ren Sei­te ist Ihr Freund kei­nes­falls. Fakt ist: In der Schweiz exi­stiert für Ski­pi­sten tat­säch­lich kei­ne konkrete,

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Plötzliche Kündigung vor der Pension

Fra­ge: Ich bin seit über 35 Jah­ren als Elek­tri­ker in der­sel­ben Fir­ma ange­stellt. Kurz vor mei­ner Pen­si­on hat mir der neue Chef über­ra­schend gekün­digt, angeb­lich aus Grün­den der Erschöp­fung und wegen Kon­flik­ten mit mei­nem direk­ten Vor­ge­setz­ten. Die Kün­di­gung kam ohne Vor­war­nung. Darf er das ein­fach so – ins­be­son­de­re, weil ich kurz vor der Pen­sio­nie­rung ste­he und mein gan­zes Berufs­le­ben für

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Cornel Wehrli Rechtsanwalt

Cornel Wehrli, Rechtsanwalt

Cornel ist mit Priska verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Er wohnt in Frick. Als Mitglied des internationalen Serviceclubs Kiwanis gilt sein soziales Engagement den Kindern. In seiner Freizeit geniesst er seine Freiheit auf dem Motarrad oder unter dem Gleitschirm. Wenn Cornel kein Anwalt geworden wäre, würde er sein Geld als Gleitschirm-Testpilot verdienen.

Mein Leitsatz:

«Gesetzeskenntnis allein genügt nicht. Es gilt immer den Menschen mit seinen Sorgen und Wünschen zu erkennen, um gemeinsam den Erfolg anzustreben.»

Haben Sie gewusst?

Cornel hält den Wecker für eine der dümmsten Erfindungen der Menschheit.