Hätten Sie es gewusst?

Eine längere Probezeit als gedacht?

Fra­ge: Ich habe am 1. August eine neue Stel­le als Kell­ne­rin ange­tre­ten. Im Arbeits­ver­trag steht, dass die Pro­be­zeit einen Monat beträgt. Zwei Wochen nach Arbeits­be­ginn wur­de ich schwer krank und der Arzt stell­te mir ein Arzt­zeug­nis für einen Monat aus. Am 2. Sep­tem­ber habe ich über­ra­schend die Kün­di­gung erhal­ten, da mein Arbeit­ge­ber Per­so­nal­ko­sten ein­spa­ren muss. In der Kün­di­gung stand, dass die Kün­di­gung trotz Krank­heit gül­tig sei, da ich mich immer noch in der Pro­be­zeit befin­de. Ist dies nicht falsch?

Ant­wort: Nein. Sofern nichts Abwei­chen­des ver­ein­bart wur­de, gilt der erste Monat an einer neu­en Arbeits­stel­le als Pro­be­zeit. Die Pro­be­zeit kann durch Ver­ein­ba­rung auf bis zu drei Mona­te ver­län­gert wer­den. Wäh­rend der Pro­be­zeit ist eine Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses mit einer Frist von sie­ben Tagen mög­lich. Wer­den Sie wäh­rend der Pro­be­zeit infol­ge Krank­heit oder Unfall arbeits­un­fä­hig, ver­län­gert sich die Pro­be­zeit um die ent­spre­chen­de Zeit­span­ne. Wäh­rend der Pro­be­zeit besteht kein Kün­di­gungs­schutz. Somit kann Ihnen auch bei Krank­heit, Unfall oder Mili­tär­dienst gekün­digt wer­den. In Ihrem Fall wur­de im Arbeits­ver­trag eine Pro­be­zeit von einem Monat ver­ein­bart. Die­se wäre Ende August abge­lau­fen. Da Sie aber ab Mit­te August für einen Monat krank­ge­schrie­ben wur­den, ver­län­ger­te sich die Pro­be­zeit bis Ende Sep­tem­ber. Somit befan­den Sie sich bei der Kün­di­gung am 2. Sep­tem­ber in der (ver­län­ger­ten) Pro­be­zeit und die Kün­di­gung war trotz Krank­heit gül­tig. Gut zu Wis­sen: Eine Kün­di­gung muss bis spä­te­stens am letz­ten Tag der Pro­be­zeit beim Adres­sa­ten ein­tref­fen. Sofern im Arbeits­ver­trag nichts ande­res ver­ein­bart wur­de, kann die Kün­di­gung schrift­lich oder münd­lich aus­ge­spro­chen wer­den. Aus Beweis­grün­den soll­te immer schrift­lich (ein­ge­schrie­be­ner Brief) gekün­digt werden.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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