Hätten Sie es gewusst?

Die verbotene Untermiete

Fra­ge: Ich ver­rei­se näch­sten Monat für ein hal­bes Jahr. Aus Kosten­grün­den wür­de ich ger­ne mein Zim­mer unter­ver­mie­ten. Mei­ne Ver­mie­ter ver­bie­tet mir dies jedoch. Darf er das?

Ant­wort: Nein. Als Mie­ter dür­fen Sie das Miet­ob­jekt nur mit Zustim­mung des Ver­mie­ters ganz oder teil­wei­se unter­ver­mie­ten. Sei­ne Zustim­mung darf er nur in fol­gen­den drei Fäl­len ver­wei­gern: Erstens, wenn der Mie­ter sich wei­gert, die Bedin­gun­gen der Unter­mie­te bekannt zu geben. Zwei­tens, wenn die Bedin­gun­gen der Unter­mie­te im Ver­gleich zu den­je­ni­gen des Haupt­miet­ver­trags miss­bräuch­lich sind (Sie also einen über­mäs­si­gen Gewinn dar­aus erzie­len wür­den). Drit­tens, wenn dem Ver­mie­ter aus der Unter­mie­te ein wesent­li­cher Nach­teil ent­steht (bspw. wenn die Räu­me über­be­legt wer­den). Lie­gen kei­ner der oben genann­ten Fäl­le vor und ver­wei­gert der Ver­mie­ter trotz­dem sei­ne Zustim­mung, sind zwei Fäl­le zu unter­schei­den: Wenn der Ver­mie­ter sich auf einen ande­ren als die drei genann­ten Grün­de beruft oder gar kei­nen Grund anführt, dür­fen Sie das Miet­ob­jekt trotz feh­len­der Erlaub­nis unter­ver­mie­ten. Beruft sich der Ver­mie­ter hin­ge­gen (fälsch­li­cher­wei­se) auf einen im Gesetz genann­ten Grund, soll­ten Sie als Mie­ter an die Schlich­tungs­be­hör­de gelan­gen und auf Ertei­lung der Zustim­mung des Ver­mie­ters kla­gen. Ver­wei­gert der Ver­mie­ter sei­ne Zustim­mung aber zurecht und set­zen Sie die Unter­mie­te trotz­dem fort, droht Ihnen eine aus­ser­or­dent­li­che Kün­di­gung. In Ihrem Fall ver­wei­gert der Ver­mie­ter sei­ne Zustim­mung grund­los. Da er trotz Nach­fra­ge kei­ne Grün­de angibt und Ihre geplan­te Unter­mie­te gegen kei­nen der oben genann­ten Grün­de ver­stösst, dür­fen Sie Ihre Woh­nung trotz feh­len­der Zustim­mung wie geplant wei­ter­ver­mie­ten. Wich­tig: Bei der Unter­mie­te haf­ten Sie gegen­über Ihrem Ver­mie­ter für die Schä­den Ihres Untermieters.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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