Hätten Sie es gewusst?

Der untreue Verlobte

Fra­ge: Mein Ver­lob­ter hat unse­re Hoch­zeit abge­sagt, weil er sich in eine ande­re Frau ver­liebt hat. Da die Hoch­zeit Anfang näch­sten Jah­res hät­te statt­fin­den sol­len, habe ich bereits ver­schie­de­ne Anzah­lun­gen machen müs­sen. Unter ande­rem für die Tor­te und die Loca­ti­on. Kann ich die Kosten dafür von ihm zurückverlangen?

Ant­wort: Ja, teil­wei­se. Die Ver­lo­bung begrün­det kei­nen recht­li­chen Anspruch auf die ver­spro­che­ne Hoch­zeit. Wenn es sich eine Sei­te doch noch anders über­legt, kann die­se die Ver­lo­bung jeder­zeit auf­lö­sen. Es kann nie­mand zur Hoch­zeit gezwun­gen wer­den. Hat einer der bei­den Ver­lob­ten auf­grund der geplan­ten Hoch­zeit bereits Aus­la­gen gehabt, kann er vom ande­ren eine ange­mes­se­ne Betei­li­gung an die­sen Aus­la­gen for­dern. Dabei wer­den die Umstän­de und die finan­zi­el­le Lage bei­der Par­tei­en berück­sich­tigt. In der Regel wer­den die Kosten zur Hälf­te auf­ge­teilt. Eine Aus­nah­me von der Kosten­be­tei­li­gung erfolgt in beson­ders kras­sen Fäl­len, wenn bei­spiels­wei­se der Mann in fla­gran­ti mit der besten Freun­din der Ver­lob­ten erwischt wird. In einem sol­chen Fall läge ein wich­ti­ger Grund für die Auf­lö­sung des Ver­löb­nis­ses vor und der Mann hät­te die Kosten allei­ne zu tra­gen. Ver­lo­bungs­ge­schen­ke müs­sen auf Ver­lan­gen zurück­ge­ge­ben wer­den. Der Anspruch auf Rück­ga­be der Ver­lo­bungs­ge­schen­ke und auf Betei­li­gung an den unnüt­zen Aus­la­gen ver­jährt innert eines Jah­res ab Auf­lö­sung des Ver­löb­nis­ses. Sie und Ihr Ex-Ver­lob­ter sind bei­de unge­fähr gleich finanz­kräf­tig. Der Umstand, dass er sich in eine ande­re Frau ver­liebt hat, stellt kei­nen genü­gend wich­ti­gen Grund dafür dar, dass von der hälf­ti­gen Kosten­auf­tei­lung abge­wi­chen wird. Sie kön­nen daher inner­halb eines Jah­res Ihren Anteil bei ihm gel­tend machen. Zahlt Ihr Ex-Ver­lob­ter nicht frei­wil­lig, kön­nen Sie Ihren Anspruch erfolg­reich beim Gericht durchsetzen.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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