Hätten Sie es gewusst?

Das Haus vor den Pflegekosten schützen

Fra­ge: Mein Mann und ich möch­ten, dass unser Haus nach unse­rem Tod in der Fami­lie bleibt. Wir befürch­ten aber, dass unser gan­zes Ver­mö­gen für all­fäl­li­ge Pfle­ge­ko­sten im Alters­heim auf­ge­braucht wird und unse­re Toch­ter gar kein Erbe mehr erhält. Wir beab­sich­ti­gen daher, das Haus bereits heu­te unse­rer Toch­ter zu schen­ken. Ist das Haus so vor den Pfle­ge­ko­sten geschützt?

Ant­wort: Nein. Grund­sätz­lich gilt zwar: Geschenkt ist geschenkt. Somit gehört das Haus nach der Schen­kung Ihrer Toch­ter und weder Sie selbst noch der Staat kön­nen die Schen­kung rück­gän­gig machen. Das Pro­blem liegt jedoch bei den Ergän­zungs­lei­stun­gen (EL). Wenn Sie in ein Pfle­ge­heim zie­hen und die monat­li­chen Kosten nicht bezah­len kön­nen, haben Sie in der Regel Anspruch auf Ergän­zungs­lei­stun­gen. Die zustän­di­gen Behör­den behan­deln Lie­gen­schafts­ver­käu­fe unter dem Ver­kehrs­wert, Schen­kun­gen und Erb­vor­be­zü­ge wie in Ihrem Fall als frei­wil­li­gen Ver­mö­gens­ver­zicht. Die­ser wird Ihnen ange­rech­net, als ob das Ver­mö­gen noch vor­han­den wäre. Sie wer­den somit zu wenig Ergän­zungs­lei­stun­gen erhal­ten, um die Pfle­ge­ko­sten bezah­len zu kön­nen, da Ihnen der Wert des Hau­ses ange­rech­net wird. Der Fehl­be­trag, der bleibt, um die Pfle­ge­ko­sten zu bezah­len, kön­nen Sie dann von der Sozi­al­hil­fe bean­tra­gen. Jedoch wird der Staat über­prü­fen, ob ein Anspruch auf Ver­wand­ten­un­ter­stüt­zung besteht. Die­ser hat Vor­rang vor dem Anspruch auf Sozi­al­hil­fe. Die Ver­wand­ten­un­ter­stüt­zung bedeu­tet, dass Kin­der, die in sehr gün­sti­gen finan­zi­el­len Ver­hält­nis­sen leben, ihre Eltern finan­zi­ell unter­stüt­zen müs­sen. Wenn Sie Ihrer Toch­ter das Haus über­tra­gen, um es vor dem Zugriff für die Pfle­ge­ko­sten zu schüt­zen, besteht die Gefahr, dass Ihre Toch­ter als in finan­zi­ell sehr gün­sti­gen Ver­hält­nis­sen lebend ange­se­hen wird. Dies­falls wird sie unter­stüt­zungs­pflich­tig, die Haus­über­tra­gung wird so zum Bumerang.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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