Hätten Sie es gewusst?

Das Aus für den neuen Job?

Fra­ge: Ich bin letz­te Woche betrun­ken nach Hau­se gefah­ren und wur­de von der Poli­zei erwischt. Da ich gera­de auf Job­su­che bin, habe ich gros­se Angst vor einem Ein­trag im Straf­re­gi­ster. Wer­de ich einen sol­chen erhal­ten und erfährt mein poten­zi­el­ler Arbeit­ge­ber davon?

Ant­wort: Ja und nein. Ob eine Ein­tra­gung im Straf­re­gi­ster vor­ge­nom­men wird, hängt von der Straf­art und der Straf­hö­he ab. In der Schweiz gibt es drei Arten von Straf­ta­ten: Ver­bre­chen, Ver­ge­hen und Über­tre­tun­gen. Ver­bre­chen sind Straf­ta­ten, wel­che mit einer maxi­ma­len Frei­heits­stra­fe von mehr als drei Jah­ren bestraft wer­den. Ver­ge­hen wer­den mit Geld­stra­fe oder Frei­heits­stra­fe bis drei Jah­re bestraft. Über­tre­tun­gen wer­den mit Bus­se geahn­det. Wäh­rend Ver­ge­hen und Ver­bre­chen immer im Straf­re­gi­ster ein­ge­tra­gen wer­den, ist dies bei Über­tre­tun­gen im Nor­mal­fall erst ab einer Bus­se von über 5‘000 Fran­ken der Fall. In Ihrem Fall wur­den Sie mit mehr als 0.8 Pro­mil­le erwischt. Dies stellt ein Ver­ge­hen dar und wird somit im Straf­re­gi­ster ver­merkt. Das­sel­be gilt für Geschwin­dig­keits­über­schrei­tun­gen ab 25 Kilo­me­ter pro Stun­de inner­orts, 30 aus­ser­orts und 35 auf der Auto­bahn. Das Straf­re­gi­ster ist aber nicht öffent­lich ein­seh­bar. Ein­sicht haben nur Behör­den und die Betrof­fe­nen selbst. Ihr zukünf­ti­ger Chef kann sich Ihren Straf­re­gi­ster­aus­zug also nicht ein­fach selbst bestel­len, son­dern muss die­sen von Ihnen ver­lan­gen. Das darf er aber nur, wenn es ange­sichts einer beson­ders ver­ant­wor­tungs­vol­len Posi­ti­on ange­bracht ist. Bei Ihrem zukünf­ti­gen Job in einer Gärt­ne­rei ist dies nicht der Fall. Ihr poten­zi­el­ler Chef wird somit nichts von Ihrer Trun­ken­heits­fahrt erfah­ren. Wer­den Sie im Bewer­bungs­ge­spräch den­noch nach Vor­stra­fen gefragt, dür­fen Sie lügen. Denn die­se Fra­ge ist für Ihre Stel­le nicht von Bedeutung.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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