Hätten Sie es gewusst?

Darf ich mit der NFZ drohen?

Fra­ge: Ich habe ein Occa­sion­au­to gekauft. Nach der ersten Begei­ste­rung mach­te sich schnell Ernüch­te­rung breit. Das Auto muss­te immer wie­der zur Repa­ra­tur gebracht wer­den, wor­aus mir gros­se Kosten ent­stan­den sind. Ich fühl­te mich vom Ver­käu­fer hin­ter­gan­gen. Dem Ver­käu­fer habe ich mei­nen Unmut mit­ge­teilt und eine Umtriebs­ent­schä­di­gung von 500 Fran­ken ver­langt. Ich habe ihm gesagt, wenn er die 500 Fran­ken nicht bezah­le, wer­de ich den Vor­fall in der NFZ und im Kas­sen­sturz ver­öf­fent­li­chen las­sen. Der Ver­käu­fer mein­te dar­auf­hin, ich hät­te mich damit straf­bar gemacht. Stimmt das, obwohl ich noch nichts unter­nom­men habe?

Ant­wort: Ja. Durch Ihre Andro­hung mit der Ver­öf­fent­li­chung in der NFZ und im Kas­sen­sturz haben Sie sich der ver­such­ten Nöti­gung straf­bar gemacht. Eine ver­such­te Nöti­gung ist gege­ben, wenn jemand einen ande­ren durch Andro­hung ernst­haf­ter Nach­tei­le zu einem bestimm­ten Ver­hal­ten zwin­gen will. Das Ver­hal­ten muss dabei rechts­wid­rig sein. Rechts­wid­rig und somit straf­bar ist eine Nöti­gung, wenn ent­we­der das Mit­tel oder der Zweck nicht erlaubt ist oder wenn ein unver­hält­nis­mäs­si­ges Mit­tel ein­ge­setzt wird. Das Ziel Ihrer Andro­hung, das Ver­hal­ten des Ver­käu­fers zu ver­öf­fent­li­chen, war ein­zig, den Ver­käu­fer dazu zu brin­gen, Ihnen die Umtriebs­ent­schä­di­gung zu bezah­len. Mit Ihrer Äus­se­rung haben Sie den Ver­käu­fer unver­hält­nis­mäs­sig unter Druck gesetzt. Eine Ver­öf­fent­li­chung hät­te ihm näm­lich einen gros­sen Image­scha­den ver­ur­sacht. Dass Sie noch nicht tätig wur­den, spielt kei­ne Rol­le. Auch eine ver­such­te Nöti­gung ist straf­bar. Eine Ver­öf­fent­li­chung soll­te man grund­sätz­lich nie im Zusam­men­hang mit einer For­de­rung nen­nen. Zuläs­sig wäre es hin­ge­gen gewe­sen, wenn Sie den Ver­käu­fer dar­auf auf­merk­sam gemacht hät­ten, dass Sie sich bei einem Anwalt oder dem Kas­sen­sturz über die Rechts­la­ge infor­mie­ren werden.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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