Hätten Sie es gewusst?

Darf ich andere vor dem Blitzer warnen?

Fra­ge: Als ich von der Arbeit nach Hau­se gefah­ren bin, wur­de ich geblitzt. Ich habe mich so geär­gert, dass ich mir über­legt habe, ein Schild am Stras­sen­rand anzu­brin­gen, um ande­re Auto­fah­rer vor dem Blit­zer zu war­nen. Darf ich das?

Ant­wort: Nein. In der Schweiz ist es ver­bo­ten, öffent­lich vor Ver­kehrs­kon­trol­len zu war­nen. Blit­zer­stand­or­te dür­fen nicht über das Inter­net, sozia­le Medi­en oder im Radio bekannt gege­ben wer­den. Anders als in Deutsch­land, wo Radio­sen­der über die ihnen gemel­de­ten Blit­zer­stand­or­te infor­mie­ren. In der Schweiz machen Sie sich straf­bar, wenn Sie den Stand­ort eines Blit­zers in einer Face­book oder Whats­app Grup­pe tei­len. In leich­ten Fäl­len droht eine Bus­se bis zu 10’000 Fran­ken, bei schwe­ren Fäl­len eine Stra­fe bis zu 180 Tages­sät­zen. Nicht als öffent­lich gilt es, wenn Sie ein­zel­ne Ihnen nahe ste­hen­de Per­so­nen direkt war­nen. So kön­nen Sie pro­blem­los Ihren Part­ner oder ein­zel­ne Bekann­te über einen Blit­zer infor­mie­ren. Wenn Sie ein Schild am Stras­sen­rand auf­stel­len, das vor einer Radar­kon­trol­le warnt, dann gilt das als eine öffent­li­che War­nung und Sie machen sich straf­bar. Eben­falls ver­bo­ten ist es, ande­re Ver­kehrs­teil­neh­mer mit­tels Licht­hu­pe oder Hand­zei­chen zu war­nen. In der Pra­xis wird es Ihnen nur schwer nach­zu­wei­sen sein, dass es sich dabei um eine Blit­zer­war­nung gehan­delt hat. Sie kön­nen jedoch wegen Miss­brauch der Licht­hu­pe gebüsst wer­den. Auch der Kauf oder Ein­satz von Radar­warn­ge­rä­ten ist unter Stra­fe gestellt. Das­sel­be gilt für Navi­ga­ti­ons­ge­rä­te, die gleich­zei­tig Radar­stand­or­te anzei­gen. Wer­den Sie mit einem sol­chen Gerät erwischt, droht Ihnen eine Bus­se. Das Warn­ge­rät kann von der Poli­zei beschlag­nahmt und ver­nich­tet wer­den. Ist die Radar­warn-App auf Ihrem Smart­pho­ne instal­liert, kann es sein, dass die Poli­zei die­ses noch vor Ort beschlagnahmt.

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Hätten Sie es gewusst?

Wenn mich der Dieb verklagt

Fra­ge: Als ich nach dem Ein­kau­fen aus dem Super­markt kam, sah ich, wie sich ein Mann an mei­nem Fahr­rad zu schaf­fen mach­te. Er hat­te das Schloss auf­ge­bro­chen und mach­te sich gera­de dar­an, mit dem Fahr­rad davon zu fah­ren. Ich rann­te ihm hin­ter­her, pack­te ihn an der Jacke und habe ihn vom Velo geris­sen. Nun erhielt ich in der Post ein Schrei­ben des Gerichts, dass ich

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Wenn die Bank alles wissen will

Fra­ge: Ich bin bereits seit meh­re­ren Jah­ren Kun­de bei mei­ner Bank. Vor eini­gen Tagen erhielt ich einen Anruf von mei­nem Kun­den­be­ra­ter. Er mein­te, es habe in letz­ter Zeit unge­wöhn­li­che Bewe­gun­gen auf mei­nem Kon­to gege­ben und er woll­te nach­fra­gen, zu wel­chem Zweck die­se Zah­lun­gen getä­tigt wor­den sei­en. Ich bin aber der Mei­nung, das gehe die Bank nichts an. Muss ich Aus­kunft über mei­ne Zah­lun­gen geben? Ant­wort: Ja.

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