Hätten Sie es gewusst?

Dank Scheidung mehr AHV?

Fra­ge: Mein Mann und ich wer­den in den näch­sten Jah­ren pen­sio­niert. Eine Freun­din hat mir erzählt, dass wir als Ehe­paar nur einen Teil unse­rer AHV-Ren­te erhal­ten, als Geschie­de­ne wür­den wir deut­lich mehr Geld bekom­men. Sie hat mir gera­ten, dass ich mich schei­den las­sen soll, damit wir bei­de unse­re vol­le AHV-Ren­te erhal­ten. Stimmt das?

Ant­wort: Es stimmt, dass ein ver­hei­ra­te­tes Ehe­paar eine tie­fe­re AHV-Ren­te erhal­ten kann als ein unver­hei­ra­te­tes Paar. Die Ren­te ist bei ver­hei­ra­te­ten Paa­ren durch die soge­nann­te «Pla­fo­nie­rung» auf ins­ge­samt 150 % der maxi­ma­len Ein­zel­ren­te begrenzt. Der Maxi­mal­be­trag eines Ehe­paa­res liegt somit bei ins­ge­samt CHF 3’585 (maxi­ma­le Ein­zel­ren­te liegt bei CHF 2’390). Wenn die bei­den Ein­zel­ren­ten addiert CHF 3’585 über­stei­gen, wer­den bei­de Ren­ten gekürzt. Die Pla­fo­nie­rung gilt nur für ver­hei­ra­te­te Paa­re und sol­che, die in einer ein­ge­tra­ge­nen Part­ner­schaft leben. Durch eine Schei­dung wür­de die Kür­zung ent­fal­len und bei­de wür­den ihre vol­le Ren­te aus­be­zahlt erhal­ten. Es müs­sen jedoch auch immer die wei­te­ren Fol­gen einer Schei­dung bedacht wer­den. So fal­len selbst bei einer ein­ver­nehm­li­chen Schei­dung Gerichts­ko­sten von rund 2’000.00 Fran­ken an. Der über­le­ben­de Ex-Part­ner wäre von der gesetz­li­chen Erb­fol­ge aus­ge­schlos­sen, wenn der geschie­de­ne Part­ner ster­ben wür­de. Zudem bestün­de bei medi­zi­ni­schen Ange­le­gen­hei­ten weder ein Recht aus Aus­kunft noch das Recht, Ent­schei­dun­gen für den getrenn­ten Part­ner zu tref­fen. Eben­so hat eine Schei­dung Aus­wir­kun­gen bei der Pen­si­ons­kas­se. Es ist daher rat­sam, zuerst den Anspruch auf Ergän­zungs­lei­stun­gen zu prü­fen. Kön­nen Sie den mini­ma­len Lebens­un­ter­halt nicht finan­zie­ren, haben Sie ein Anrecht dar­auf. Oft­mals kön­nen die Ergän­zungs­lei­stun­gen die mög­li­chen höhe­ren Ren­ten aus­glei­chen und die unschö­nen Fol­gen einer Schei­dung las­sen sich damit vermeiden.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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