Frage der Woche

Blitzer hinter der Geschwindigkeitstafel

Fra­ge: Als ich letz­te Woche mit dem Auto unter­wegs war, wur­de ich geblitzt. Ich sah, dass der Blit­zer unmit­tel­bar beim Orts­ein­gang, weni­ge Meter hin­ter der 50er Tafel plat­ziert war. Darf ein Blit­zer so kurz nach einer Geschwin­dig­keits­ta­fel auf­ge­stellt werden?

Ant­wort: Ja. Denn das Stras­sen­ver­kehrs­recht sieht kei­ne Min­dest­di­stanz vor, in der ein Blit­zer nach einer Geschwin­dig­keits­ta­fel auf­ge­stellt wer­den muss. Sie kön­nen somit auch wie in Ihrem Fall geblitzt wer­den, wenn Sie Ihr Auto beim Orts­ein­gang noch aus­rol­len las­sen. Denn die aus­ge­schil­der­te Höchst­ge­schwin­dig­keit gilt wie alle Ver­kehrs­si­gna­le ab jener Stel­le, an der sie auf­ge­stellt ist. Ob Ihnen ein Füh­rer­aus­weis­ent­zug droht, hängt von der Geschwin­dig­keit ab, mit der Sie geblitzt wur­den. Wur­den Sie das erste Mal geblitzt, droht bei einer Geschwin­dig­keits­über­schrei­tung bis zu 15 km/h inner­orts und 20 km/h aus­ser­orts eine Ord­nungs­bus­se. Bei einer Über­schrei­tung von 16–20 km/h inner­orts und 21–25 km/h aus­ser­orts muss zusätz­lich mit einer Ver­war­nung gerech­net wer­den. Bei 21–24 km/h inner­orts und 26–29 km/h aus­ser­orts zu schnel­lem Fah­ren droht zusätz­lich zur Bus­se der Fahr­aus­weis­ent­zug von min­de­stens 1 Monat. Ab einer Geschwin­dig­keits­über­schrei­tung von 25 km/h inner­orts und 30 km/h aus­ser­orts muss mit einem Fahr­aus­weis­ent­zug von min­de­stens 3 Mona­ten gerech­net wer­den. Wur­den Sie zum wie­der­hol­ten Mal geblitzt, müs­sen Sie den Füh­rer­aus­weis in der Regel län­ger abge­ben. Fah­ren Sie in der 30er Zone mit 70 km/h zu schnell, in der 50er Zone 100 km/h, in der 80er Zone 140 km/h und auf der Auto­bahn 200 km/h, wer­den Sie als Raser bestraft. Sie müs­sen den Füh­rer­aus­weis für min­de­stens 2 Jah­re abge­ben. Da Sie Inner­orts mit 56 km/h geblitzt wur­den, müs­sen Sie bloss mit einer Bus­se rech­nen. Die­se wird nicht ins Straf­re­gi­ster eingetragen.

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Fra­ge: Ich möch­te mei­ne Miet­woh­nung per Ende Okto­ber ver­las­sen. In mei­nem Miet­ver­trag ist als Kün­di­gungs­ter­min aber ledig­lich der Juli erwähnt. Die Kün­di­gungs­frist beträgt vier Mona­te. Im Gesetz habe ich gele­sen, dass Kün­di­gun­gen auf jedes Monats­en­de mög­lich sind und dass die Kün­di­gungs­frist drei Mona­te beträgt. Kann ich nun den Miet­ver­trag auf Ende Okto­ber kün­di­gen? Ant­wort: Nein, es gilt Ihr Miet­ver­trag. Das

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Fra­ge: Letz­te Woche war ich mit mei­nem drei­jäh­ri­gen Sohn ein­kau­fen. Beim Früch­te­re­gal hat er sich eine Apri­ko­se in den Mund gesteckt, ohne dass ich dies bemerk­te. Plötz­lich kam der Laden­de­tek­tiv auf mich zu und ich muss­te ihm in sein Büro fol­gen. Ich war sofort bereit, die Apri­ko­se zu bezah­len. Trotz­dem hat er mir Vor­wür­fe gemacht. Zudem hat er behaup­tet, es

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Cornel Wehrli Rechtsanwalt

Cornel Wehrli, Rechtsanwalt

Cornel ist mit Priska verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Er wohnt in Frick. Als Mitglied des internationalen Serviceclubs Kiwanis gilt sein soziales Engagement den Kindern. In seiner Freizeit geniesst er seine Freiheit auf dem Motarrad oder unter dem Gleitschirm. Wenn Cornel kein Anwalt geworden wäre, würde er sein Geld als Gleitschirm-Testpilot verdienen.

Mein Leitsatz:

«Gesetzeskenntnis allein genügt nicht. Es gilt immer den Menschen mit seinen Sorgen und Wünschen zu erkennen, um gemeinsam den Erfolg anzustreben.»

Haben Sie gewusst?

Cornel hält den Wecker für eine der dümmsten Erfindungen der Menschheit.