Hätten Sie es gewusst?

Beerbt mich mein Ex-Mann?

Fra­ge: Vor rund einem Jahr wur­de mei­ne Ehe geschie­den. Als ich mein Büro auf­ge­räumt habe, ist mir der Erb­ver­trag in die Hän­de gefal­len, den ich mit mei­nem Ex-Mann zu Beginn unse­rer Ehe abge­schlos­sen habe. Dar­in steht, dass mein Ex-Mann den gröss­ten Teil mei­nes Ver­mö­gens nach mei­nem Tod erhal­ten soll. Ich frag­te ihn daher, ob er mit der Auf­lö­sung des Erb­ver­trags ein­ver­stan­den sei. Er wei­ger­te sich jedoch, sei­ne Ein­wil­li­gung zu geben. Er mein­te nur, das hät­te ich mir vor der Unter­zeich­nung des Ver­trags über­le­gen sol­len. Kann ich mei­nen Ex-Mann irgend­wie zur Auf­he­bung des Erb­ver­trags zwingen?

Ant­wort: Nein, wenn Ihr Ex-Mann den Erb­ver­trag nicht auf­lö­sen will, kön­nen Sie ihn nicht dazu zwin­gen. Das ist aber auch gar nicht not­wen­dig. Denn laut Gesetz haben geschie­de­ne Ehe­gat­ten kein gesetz­li­ches Erbrecht mehr zuein­an­der. Zudem kön­nen sie aus Ver­fü­gun­gen von Todes wegen, die sie vor der Schei­dung errich­tet haben, kei­ne Ansprü­che mehr gegen­über dem ande­ren erhe­ben. Das bedeu­tet, dass Testa­men­te, Erb­ver­trä­ge und Schen­kun­gen von Todes wegen, bei denen ein Ehe­gat­te den ande­ren begün­stigt hat, mit einer Schei­dung auf­ge­ho­ben wer­den und somit unwirk­sam sind. Anders wäre die Rechts­la­ge nur dann, wenn Sie den Erb­ver­trag mit Ihrem Ex-Mann nach dem Ein­tritt der Rechts­hän­gig­keit Ihrer Schei­dung abge­schlos­sen haben. Eben­so wür­de Ihr Ex-Mann erben, wenn im Erb­ver­trag aus­drück­lich gere­gelt wäre, dass der Ver­trag im Fal­le einer Schei­dung wei­ter bestehen soll. Der Erb­ver­trag wur­de somit in Ihrem Fall mit dem rechts­kräf­ti­gen Schei­dungs­ur­teil auf­ge­ho­ben. Es spielt daher kei­ne Rol­le, dass Ihr Ex-Mann den Erb­ver­trag nicht auf­lö­sen will. Der Ver­trag ist von Geset­zes wegen ungül­tig. Ihr Ex-Mann besitzt Ihnen gegen­über kei­ne erbrecht­li­chen Ansprü­che mehr und ist im Fal­le Ihres Todes nicht erbberechtigt.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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