Hätten Sie es gewusst?

Automatisch verlängertes Fitnessabo

Fra­ge: Ich hat­te letz­tes Jahr ein Fit­ness­a­bo abge­schlos­sen für die Dau­er von einem Jahr. Nun habe ich eine Rech­nung für ein wei­te­res Jahr erhal­ten. Das Fit­ness­cen­ter behaup­tet, im Ver­trag ste­he, dass sich die­ser auto­ma­tisch um ein wei­te­res Jahr ver­län­ge­re, sofern nicht recht­zei­tig gekün­digt wird. Stimmt das, muss ich für ein wei­te­res Jahr bezahlen?

Ant­wort: Ja. Der Ver­trag mit einem Fit­ness­cen­ter ist gesetz­lich nicht aus­drück­lich gere­gelt. Grund­sätz­lich wer­den sie aber wie Miet­ver­trä­ge behan­delt, da die Haupt­lei­stung des Fit­ness­cen­ters die zur Ver­fü­gungs­stel­lung sei­ner Räu­me und Gerä­te ist. Vie­le Fit­ness­cen­ter ver­wen­den auto­ma­ti­sche Ver­län­ge­rungs­klau­seln in ihren Ver­trä­gen. Die­se sind zwar kun­de­n­un­freund­lich, aber recht­lich zuläs­sig. Da Sie nicht recht­zei­tig vor Ver­trags­en­de gekün­digt haben, läuft der Ver­trag ein wei­te­res Jahr und Sie müs­sen die Jah­res­ge­bühr des Fit­ness­cen­ters bezah­len. Fit­ness­ver­trä­ge, die für eine bestimm­te Dau­er abge­schlos­sen wer­den, kön­nen Sie nicht vor­zei­tig kün­di­gen. Es gibt jedoch zwei Aus­nah­men. Liegt ein wich­ti­ger Grund vor, der die Ver­trags­er­fül­lung unzu­mut­bar macht, kann der Ver­trag vor­zei­tig auf­ge­löst wer­den. Ein sol­cher wich­ti­ger Grund kann etwa ein schwe­rer Unfall, eine unvor­her­ge­se­he­ne Ope­ra­ti­on oder eine län­geran­dau­ern­de, schwe­re Krank­heit sein. Die­ser Grund darf Ihnen als kün­di­gen­de Par­tei jedoch nicht bereits bei Ver­trags­ab­schluss bekannt sein, er darf nicht vor­her­seh­bar sein und Sie dür­fen ihn nicht selbst ver­schul­det haben. Da in Ihrem Fall kein wich­ti­ger Grund vor­liegt, haben Sie noch die Mög­lich­keit, dem Fit­ness­cen­ter ein Ersatz­mit­glied vor­zu­schla­gen. Die­ses muss zah­lungs­fä­hig und breit sein, den Fit­ness­ver­trag zu den glei­chen Bedin­gun­gen zu über­neh­men. In einem sol­chen Fall sind Sie von der Pflicht befreit, die Jah­res­ge­bühr zu bezahlen.

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Zu spät gekommen – fristlose Kündigung?

Fra­ge: Ich besit­ze ein klei­ne­res Unter­neh­men. Eine mei­ner Arbeit­neh­me­rin­nen erscheint immer wie­der zu spät zur Arbeit. Nun habe ich die Nase voll. Kann ich mei­ne Arbeit­neh­me­rin frist­los ent­las­sen? Ant­wort: Nein. Eine frist­lo­se Kün­di­gung ist nur mög­lich, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Als wich­ti­ger Grund gilt jeder Umstand, bei wel­chem dem Kün­di­gen­den nach Treu und Glau­ben die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses nicht mehr zuzu­mu­ten ist. Eine frist­lo­se Kündigung

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Schuldigkeit getan?

Fra­ge: Ich habe vor ein paar Jah­ren mit mei­nem Mann einen Klein­kre­dit auf­ge­nom­men. Den Ver­trag haben wir zusam­men als Soli­dar­schuld­ner unter­schrie­ben. Mitt­ler­wei­le leben wir getrennt und ich habe die Hälf­te des Dar­le­hens abbe­zahlt. Ich fin­de, dass mein Mann nun die zwei­te Hälf­te über­neh­men muss und habe mei­nen Dau­er­auf­trag gestoppt. Wird sich die Bank nun auto­ma­tisch an mei­nen Mann wen­den? Ant­wort: Nein. Sie haben Ihre vertraglichen

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