Ehe- und Scheidungsrecht

Wir sind auf Ihrer Seite

Kommt es zu einer Tren­nung oder Schei­dung, ste­hen wir auf Ihrer Sei­te. Wir klä­ren Sie über Ihre Ansprü­che auf und hel­fen Ihnen, eine sinn­vol­le Lösung zu fin­den. Not­falls set­zen wir die­se vor Gericht durch. Dabei sind selbst­ver­ständ­lich immer auch die Inter­es­sen der Kin­der zu berücksichtigen.

Wäh­rend das Ehe­recht die Rech­ten und Pflich­ten wäh­rend des Zusam­men­le­bens regelt, fin­den sich im Schei­dungs­recht die Regeln über die Auf­lö­sung der Ehe­ge­mein­schaft. Für einen Ehe­gat­ten stel­len sich bei einer Schei­dung vor allem fol­gen­de Fragen:

Die elter­li­che Sor­ge ist das Recht und die Pflicht, für das Kind in jenen Berei­chen zu ent­schei­den, wo es das noch nicht selbst kann. Wer die elter­li­che Sor­ge inne­hat, ent­schei­det dem­nach über Schul- und Berufs­wahl, reli­giö­se Erzie­hung, medi­zi­ni­sche Ein­grif­fe usw. Es gilt der Grund­satz, dass nach der Schei­dung bei­de Eltern­tei­le gemein­sam das Sor­ge­recht behal­ten. Nur in Aus­nah­me­fäl­len wird hie­von abgewichen.

Dem­ge­gen­über umfasst die elter­li­che Obhut die täg­li­che Betreu­ung und Pfle­ge der Kin­der. Für den Ent­scheid, wer die Obhut erhält, ist das Kin­des­wohl aus­schlag­ge­bend. Denk­bar ist auch, dass die Obhut alter­nie­rend von bei­den Ehe­gat­ten aus­ge­übt wird. Im Vor­der­grund ste­hen fol­gen­de Zuteilungskriterien:

  • Erzie­hungs­fä­hig­keit der Eltern
  • Mög­lich­keit der per­sön­li­chen Betreuung
  • Sta­bi­li­tät der ört­li­chen und fami­liä­ren Verhältnisse
  • Geschwi­ster sol­len nach Mög­lich­keit nicht getrennt werden
  • je nach Alter der Kin­der soll deren Wunsch berück­sich­tigt werden
  • ein müt­ter­li­cher Vor­rang besteht nicht mehr

Für die Bemes­sung von Unter­halts­bei­trä­gen wird sowohl bei einer Tren­nung als auch bei einer Schei­dung die Metho­de des betrei­bungs­recht­li­chen Exi­stenz­mi­ni­mums mit Über­schuss­ver­tei­lung angewandt.

Die­se Metho­de beruht auf der Gegen­über­stel­lung des (in guten Treu­en erziel­ba­ren) Ein­kom­mens und des (in der Regel um gewis­se Beträ­ge wie Steu­ern und all­fäl­li­ge Vor­sor­ge­be­dürf­nis­se erwei­ter­ten) betrei­bungs­recht­li­chen Exi­stenz­mi­ni­mums bei­der Ehe­gat­ten. Ein Über­schuss wird auf die Betei­lig­ten ver­teilt. Bei kin­der­lo­sen Ehe­part­nern erfolgt die Auf­tei­lung im Ver­hält­nis 1:1. Sind gemein­sa­me Kin­der vor­han­den, erhält der kin­der­be­treu­en­de Eltern­teil ent­spre­chend mehr. Es wird in der Regel nach soge­nannt gros­sen Köp­fen (Eltern je 2 Tei­le) und klei­nen Köp­fen (Kin­der je 1 Teil) aufgeteilt.

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Das hängt vom jewei­li­gen Güter­stand ab. Sofern kein Ehe­ver­trag abge­schlos­sen wur­de, unter­ste­hen die Ehe­gat­ten in der Regel dem Güter­stand der Errun­gen­schafts­be­tei­li­gung. Dabei kann jeder Ehe­gat­te die­je­ni­gen Ver­mö­gens­wer­te unge­teilt behal­ten, wel­che er zu Beginn der Ehe bereits besass, wäh­rend der Ehe erb­te oder wäh­rend der Ehe geschenkt erhal­ten hat. Das rest­li­che Ver­mö­gen (somit das wäh­rend der Ehe mit dem Lohn ange­spar­te Ver­mö­gen) wird hälf­tig geteilt.

Das zwi­schen der Hei­rat und der Ein­rei­chung der Schei­d­ug­ns­kla­ge ange­spar­te Pen­si­ons­kas­sen­gut­ha­ben wird nor­ma­ler Wei­se hälf­tig geteilt.

Nur sofern Ihr Ehe­part­ner damit ein­ver­stan­den ist. Ander­falls gilt eine zwei­jäh­ri­ge Tren­nungs­frist, von wel­cher nur in weni­gen Aus­nah­me­fäl­len abge­wi­chen wer­den kann.

Bei ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen ist der Bei­zug eines Anwalts nicht zwin­gend. Sobald aber Unter­halts­bei­trä­ge zur Dis­kus­si­on ste­hen und/oder die güter­recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung Pro­ble­me berei­tet, emp­fiehlt es sich, einen Anwalt beizuziehen.

In der Regel beträgt der Stun­den­an­satz 280 Fran­ken (zuzüg­lich Aus­la­gen und Mehr­wert­steu­er). Wird jedoch über das Güter­recht (Ver­mö­gens­auf­tei­lung) gestrit­ten, kommt der soge­nann­te Streit­wert­ta­rif zur Anwen­dung (vgl. § 3 ff. Anwalt­s­ta­rif). In durch­schnitt­li­chen Fäl­len ist mit Gerichts­ko­sten von ca. CHF 2’500.00 und Anwalts­ko­sten von ca. CHF 5’000.00 zu rech­nen. Im Ein­zel­fall sind aber Abwei­chun­gen nach unten (gerin­ger Auf­wand) oder oben (hoher Auf­wand oder güter­recht­li­che Strei­tig­keit) mög­lich. Es emp­fiehlt sich daher, die in Ihrem Fall anfal­len­den Kosten bereits beim Erst­ge­spräch mit dem Anwalt zu klären.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie in unse­ren Zusam­men­fas­sun­gen.

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