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Poli­zi­sten sind kei­ne Cow­boys (10. Sep­tem­ber 2021)

Wäh­rend einer Anhö­rung bezeich­ne­te ein Anwalt die Poli­zei­be­am­ten als Cow­boys und den geg­ne­ri­schen Anwalt als Clown, Ham­pel­mann und Papa-Söhn­chen. Das Bun­des­ge­richt hat nun die Beschwer­de des Man­nes abge­wie­sen, der von der Anwalts-Auf­sichts­kam­mer mit einer Bus­se von CHF 3’000 belegt wurde.

Quel­le: Bundesgericht

Kei­ne Befan­gen­heit des Rich­ters trotz respekt­lo­ser Wort­wahl (3. Sep­tem­ber 2021)

In einem Waadt­län­der Urteil wur­de der Ange­klag­te vom Rich­ter als Lüg­ner sowie als streit­lu­sti­ger und rach­süch­ti­ger Streit­hahn bezeich­net. Wei­ter wur­de ihm vor­ge­wor­fen, er habe «die dümm­sten Behaup­tun­gen und die gröb­sten Lügen ange­häuft». Aus die­sem Grund ver­lang­te der Betrof­fe­ne den Aus­stand des Gerichts­prä­si­den­ten. Das Bun­des­ge­richt wies die ent­spre­chen­de Beschwer­de jedoch ab. Die im Urteil ver­wen­de­ten Begrif­fe sei­en zwar unan­ge­mes­sen und der Rich­ter habe nicht die respekt­vol­le Hal­tung gezeigt, wel­che jedem Rechts­un­ter­wor­fe­nen geschul­det sei. Die Lek­tü­re des gesam­ten Ent­scheids las­se trotz der gegen die übli­chen Grund­sät­ze der Urteils­for­mu­lie­rung ver­stos­sen­den Pas­sa­gen jedoch kei­ne Zwei­fel an der Unpar­tei­lich­keit des Rich­ters aufkommen.

Quel­le: Bundesgericht

Kein Lan­des­ver­weis bei Sozi­al­hil­fe­be­trug von 3‘300 Fran­ken (16. August 2021)

Das Bun­des­ge­richt hat eine Lan­des­ver­wei­sung für eine Frau auf­ge­ho­ben, wel­che unbe­rech­tigt 3’300 Fran­ken zu viel Sozi­al­hil­fe bezo­gen hat. Sie hat­te ihre Ein­künf­te zwar der Arbeits­lo­sen­kas­se gemel­det, nicht aber dem Sozi­al­dienst ihrer Gemeinde.

Quel­le: Bundesgericht

Kei­ne Rück­zah­lung WEF-Vor­be­zug (12. August 2021)

Die Ver­mie­tung einer Lie­gen­schaft, wel­che mit vor­be­zo­ge­nen Mit­teln aus der beruf­li­chen Vor­sor­ge finan­ziert wur­de (WEF-Vor­be­zug), führt nicht zwangs­läu­fig zu einer Rück­zah­lungs­pflicht gegen­über der Pen­si­ons­kas­se. Das Bun­des­ge­richt ver­neint die Rück­zah­lungs­pflicht einer Eigen­tü­me­rin, die ihre Woh­nung nach jah­re­lan­ger Eigen­nut­zung unbe­fri­stet und mit beid­sei­ti­ger Kün­di­gungs­frist von drei Mona­ten ver­mie­tet hat.

Quel­le: Bundesgericht

Null­to­le­ranz bei Can­na­bis (22. Juli 2021)

Trotz Kri­tik aus der Leh­re bleibt das Bun­des­ge­richt bei sei­ner Null­to­le­ranz-Recht­spre­chung im Stras­sen­ver­kehr im Zusam­men­hang mit Can­na­bis. Dem­nach genügt der Nach­weis der Sub­stanz für eine Verurteilung.

Quel­le: Bundesgericht

Frei­las­sung aus der Unter­su­chungs­haft (7. Juli 2021)

Das Bun­des­ge­richt hat die sofor­ti­ge Frei­las­sung eines Wal­li­sers ange­ord­net, der sich seit sie­ben Mona­ten in Unter­su­chungs­haft befin­det. Der Mann stahl das Auto sei­ner Mut­ter und lenk­te es ohne Füh­rer­aus­weis. Zudem hat­te er Koka­in kon­su­miert. Gemäss Bun­des­ge­richt bestand kei­ne ernst­haf­te Gefahr für die Sicher­heit ande­rer. Die Vor­aus­set­zun­gen für die Unter­su­chungs­haft waren somit nicht erfüllt.

Quel­le: Bundesgericht

Erleich­ter­te Ein­bür­ge­rung trotz aus­ser­ehe­li­cher Bezie­hung (4. Juni 2021)

Trotz einer lang­jäh­ri­gen aus­ser­ehe­li­chen Bezie­hung, wel­che gegen­über den Behör­den ver­schwie­gen wur­de, war die erleich­ter­te Ein­bür­ge­rung einer Frau aus Nord­ma­ze­do­ni­en mög­lich. Dies hat das Bun­des­ge­richt in einem Mehr­heits­ent­scheid entschieden.

Quel­le: Bun­des­ge­richt (Urteil 1C_618/2020)

Erb­rechts­re­vi­si­on (19.05.2021)

Der Natio­nal­rat wie auch der Stän­de­rat haben am 18. Dezem­ber 2020 dem neu­en Erbrecht zuge­stimmt. Da die Refe­ren­dums­frist am 10. April 2021 unbe­nutzt abge­lau­fen ist, hat der Bun­des­rat hat an sei­ner Sit­zung vom 19. Mai 2021 ent­schie­den, das revi­dier­te Erbrecht auf den 1. Janu­ar 2023 in Kraft zu setzen.

Quel­le: Bundesverwaltung

Exi­stenz nicht-binä­rer Men­schen aner­kannt (17.05.2021)

In einem aktu­el­len Ent­scheid befand das Ober­ge­richt des Kan­tons Aar­gau, dass die Strei­chung des Geschlechts­ein­trags im Aus­land von der Schweiz aner­kannt wer­den müs­se. Mit die­sem Urteil wur­de erst­mals die Exi­stenz nicht-binä­rer Men­schen durch ein Schwei­zer Gericht anerkannt.

Quel­le: Ober­ge­richt Aargau

Kei­ne Pfle­ge­kin­der in der Eigen­tums­woh­nung (12.05.2021)

Eine pro­fes­sio­nel­le Tages­mut­ter ohne eige­ne Kin­der darf gemäss Bun­des­ge­richt in ihrer Eigen­tums­woh­nung kei­ne Pfle­ge­kin­der mehr betreu­en. Die gewerb­li­che Tätig­keit ist nicht mit dem Regle­ment der Eigen­tü­mer­schaft vereinbar.

Quel­le: Bundesgericht

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