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Erleich­ter­te Ein­bür­ge­rung trotz aus­ser­ehe­li­cher Bezie­hung (4. Juni 2021)

Trotz einer lang­jäh­ri­gen aus­ser­ehe­li­chen Bezie­hung, wel­che gegen­über den Behör­den ver­schwie­gen wur­de, war die erleich­ter­te Ein­bür­ge­rung einer Frau aus Nord­ma­ze­do­ni­en mög­lich. Dies hat das Bun­des­ge­richt in einem Mehr­heits­ent­scheid entschieden.

Quel­le: Bun­des­ge­richt (Urteil 1C_618/2020)

Erb­rechts­re­vi­si­on (19.05.2021)

Der Natio­nal­rat wie auch der Stän­de­rat haben am 18. Dezem­ber 2020 dem neu­en Erbrecht zuge­stimmt. Da die Refe­ren­dums­frist am 10. April 2021 unbe­nutzt abge­lau­fen ist, hat der Bun­des­rat hat an sei­ner Sit­zung vom 19. Mai 2021 ent­schie­den, das revi­dier­te Erbrecht auf den 1. Janu­ar 2023 in Kraft zu setzen.

Quel­le: Bundesverwaltung

Exi­stenz nicht-binä­rer Men­schen aner­kannt (17.05.2021)

In einem aktu­el­len Ent­scheid befand das Ober­ge­richt des Kan­tons Aar­gau, dass die Strei­chung des Geschlechts­ein­trags im Aus­land von der Schweiz aner­kannt wer­den müs­se. Mit die­sem Urteil wur­de erst­mals die Exi­stenz nicht-binä­rer Men­schen durch ein Schwei­zer Gericht anerkannt.

Quel­le: Ober­ge­richt Aargau

Kei­ne Pfle­ge­kin­der in der Eigen­tums­woh­nung (12.05.2021)

Eine pro­fes­sio­nel­le Tages­mut­ter ohne eige­ne Kin­der darf gemäss Bun­des­ge­richt in ihrer Eigen­tums­woh­nung kei­ne Pfle­ge­kin­der mehr betreu­en. Die gewerb­li­che Tätig­keit ist nicht mit dem Regle­ment der Eigen­tü­mer­schaft vereinbar.

Quel­le: Bundesgericht

Besuchs­recht bei ein­ge­tra­ge­ner Part­ner­schaft (21.04.2021)

Gerich­te müs­sen die Gesamt­um­stän­de im Auge haben, wenn sie nach der Auf­lö­sung einer ein­ge­tra­ge­nen Part­ner­schaft über das Besuchs­recht zu den Kin­dern ent­schei­den. Im kon­kre­ten Fall bekam ein les­bi­sches Paar ein Kind durch künst­li­che Befruch­tung. Nach der Tren­nung wur­de der nicht leib­li­chen Mut­ter ein Besuchs­recht ver­wei­gert. Gemäss Bun­des­ge­richt ist dies falsch, da das Zivil­ge­setz­buch vor­sieht, dass das Recht auf Kon­takt­auf­nah­me bei aus­ser­or­dent­li­chen Umstän­den auch Drit­ten gewährt wer­den kön­ne. Sol­che Umstän­de wür­den vor­lie­gen, wenn Drit­te eine beson­ders enge Bezie­hung zu einem Kind auf­ge­baut haben. Die Vor­in­stanz muss daher den Fall neu beurteilen.

Quel­le: Bundesgericht

Aar­gau­er Ober­ge­richt erneut kor­ri­giert (31.03.2021)

Das Ober­ge­richt des Kan­tons Aar­gau hat es abge­lehnt, in einem Straf­ver­fah­ren ein Dis­pen­sa­ti­ons­ge­such der Ange­klag­ten zu behan­deln. Gemäss Bun­des­ge­richt hat das Ober­ge­richt damit geset­zes­wid­rig gehan­delt und muss nun den Fall erneut beurteilen.
 
Quel­le: Bundesgericht

Neu­es von der Bun­des­an­walt­schaft (26.03.2021)

Die Auf­sichts­be­hör­de über die Bun­des­an­walt­schaft hat Dr. iur. Ulrich Weder als aus­ser­or­dent­li­chen Staats­an­walt des Bun­des ernannt. Er soll die vom aus­ser­or­dent­li­chen Bun­des­an­walt Dr. iur. Ste­fan Kel­ler auf­grund eines Arti­kels der Zei­tung «Blick» ein­ge­reich­te Straf­an­zei­ge wegen Ver­let­zung des Amts­ge­heim­nis­ses ein­ge­hend prü­fen. Im «Blick» war ein Arti­kel mit dem Titel «In der Fifa-Affä­re droht schon die näch­ste Plei­te» erschie­nen. Dar­in wur­de Bezug auf Kor­re­spon­denz von Dr. iur. Kel­ler genom­men, die sich aus­schliess­lich an die Bun­des­an­walt­schaft gerich­tet hatte.

Quel­le: Medi­en­mit­tei­lung Sekre­ta­ri­at Auf­sichts­be­hör­de über die Bundesanwaltschaft

Aner­ken­nung von Berufs­ab­schlüs­sen (19.02.2021)

Die Schweiz und Deutsch­land pfle­gen seit über 80 Jah­ren eine erleich­ter­te gegen­sei­ti­ge Aner­ken­nung von beruf­li­chen Abschlüs­sen. Um die bewähr­te Pra­xis auch in Zukunft wei­ter­füh­ren und auf zusätz­li­che Berei­che aus­deh­nen zu kön­nen, wur­de ein neu­es Abkom­men unter­zeich­net, wel­ches am 3. Febru­ar 2021 vom Bun­des­rat geneh­migt wurde.

Quel­le: Eid­ge­nös­si­sches Depar­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und Forschung

Unver­wert­ba­re Auf­nah­men einer Dash­cam (08.02.2021)

Das Bun­des­ge­richt bestä­tigt, dass pri­va­te Video­auf­nah­men — sei dies mit einer Dash­cam oder einer Body­cam — nur bei einem schwe­ren Ver­bre­chen im Straf­ver­fah­ren ver­wert­bar sind.

Quel­le: Bundesgericht

Frist­lo­se Ent­las­sung (02.02.2021)

Ein Arbeit­neh­mer pack­te sei­nen Arbeits­kol­le­gen in der Mit­tags­pau­se am Hals. Der gepack­te Mit­ar­bei­ter wies danach Blut­ergüs­se am Hals auf. Der Mit­ar­bei­ter wur­de zu Recht 4 Tage nach der Aus­ein­an­der­set­zung frist­los entlassen.

Quel­le: Bundesgericht

Aar­gau­er Ober­ge­richt vom Bun­des­ge­richt zurück­ge­pfif­fen (28.12.2020)

Das Aar­gau­er Ober­ge­richt hat den Ver­zicht auf eine münd­li­che Ver­hand­lung in einem Straf­ver­fah­ren damit begrün­det, dass die Staats­an­walt­schaft aus­drück­lich und der Ange­klag­te zumin­dest still­schwei-gend zuge­stimmt hät­ten. Ein sol­ches Vor­ge­hen ist aber gemäss der Straf­pro­zess­ord­nung nicht zuläs­sig. Wenn die Vor­aus­set­zun­gen des schrift­li­chen Ver­fah­rens nicht vor­lie­gen, kön­nen die Par­tei­en auch nicht gül­tig dar­auf verzichten.

Quel­le: Bundesgericht

Kin­destö­tung durch Schüt­teln (11.12.2020)

Das Bun­des­ge­richt hat die Frei­heits­stra­fe von 13 Jah­ren für einen Mann bestä­tigt, der das zwei­ein­halb Jah­re alte Kind sei­ner Part­ne­rin zu Tode geschüt­telt hat.

Quel­le: Bundesgericht

Stras­sen­ver­kehr: Kei­ne Ver­ur­tei­lung auf Basis eines GoPro-Vide­os (04.12.2020)

Das Bun­des­ge­richt hat die Ver­ur­tei­lung eines Auto­fah­rers wegen eines gefähr­li­chen Manö­vers auf­ge­ho­ben. Die Vor­in­stanz stütz­te sich auf Auf­nah­men einer Kame­ra, wel­che auf dem Len­ker des über­hol­ten und aus­ge­brem­sten Mopeds mon­tiert gewe­sen war.

Quel­le: Bundesgericht

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